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Ministerium stoppt Download der Notruf-App „nora“ – die Ursache lässt tief blicken

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Von: Benjamin Stroka

Ein hörgeschädigter Mann testet die neue Notruf-App Nora auf dem Display seines Mobiltelefones.
Die neue Notruf-App „nora“ kann vorübergehend nicht mehr heruntergeladen werden. © Rolf Vennenbernd/dpa

Kein guter Start für die neue Notruf-App „nora“. Nach zwei Tagen ist der Download schon nicht mehr möglich. Der Grund: Die Server sind überlastet.

Düsseldorf – Erst am Dienstag (28. September) wurde die neue Notruf-App „nora“ offiziell vorgestellt und veröffentlicht. Zwei Tage später ist der Download der kostenlosen App schon nicht mehr verfügbar. Der Grund: Die Server sind wegen zu hoher Abrufzahlen überlastet.

„nora“-App: Download aktuell nicht verfügbar

„Grundsätzlich ist ‚nora‘ eine App für alle Menschen in Deutschland“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul am Dienstag in Düsseldorf. Aktuell ist die Notruf-App allerdings wohl nur für die Menschen, die sie bereits heruntergeladen haben und sich registrieren konnten. Denn das NRW-Innenministerium hat „wegen hoher Abrufzahlen“ den Download vorübergehend eingestellt, wie ein Sprecher am Donnerstagmittag mitteilt.

„Durch den Ausfall der Notrufnummern 110 und 112 am gestrigen Tage und der begleitenden Medienberichterstattung kam es Abend (29. September) in kurzer Zeit zu sehr hohen Downloadzahlen der App“, begründet das Ministerium den Schritt. In der Spitze hätten sich die Zugriffszahlen mehr als verzehnfacht. „Die anschließende hohe Anzahl an Registrierungen führte zu einer starken Auslastung der Server, die bis jetzt andauert.“

Notruf-App „nora“: Es kann zu Einschränkungen kommen

Das ist die neue „nora“-App für Notrufe

Mit der neuen App „nora“ sollen Notrufe per Mobilgerät, zum Beispiel über Smartphones, an zuständige Leitstellen von Feuerwehr und Polizei abgegeben werden können. Ein großer Vorteil: Die App liefert den Standort des Betroffenen mit dem Notruf direkt mit. Es ist sogar möglich einen „stillen Notruf“ abzusenden, in Situationen, in denen der oder die Betroffene nicht sprechen können. In erster Linie richtet sich „nora“ an Menschen mit einer Hör- und Sprachbehinderung. Die App kann aber von jedem genutzt werden, um Notrufe abzusenden.

Nun wurden die Downloads der App also wieder auf Eis gelegt. Dadurch sollen die Server entlastet werden und die Funktionsfähigkeit der App weiter gewährleistet bleiben. „Für alle bereits registrierten Nutzerinnen und Nutzer bleibt die App voll funktionsfähig und weiterhin nutzbar. In den nächsten Stunden kann es jedoch aufgrund der anhaltenden Belastung noch zu Einschränkungen kommen“, so der Ministeriumssprecher. Wann der Download der „nora“-App wieder freigeschaltet wird, steht aktuell noch nicht fest. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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