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NRW: A45-Brücke wird abgerissen – sie ist für immer kaputt

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Von: Florian Forth

Die Brücke der A45 bei Lüdenscheid (NRW) kann nie wieder befahren werden und wird abgerissen. Das teilte die Autobahngesellschaft NRW am Freitag mit. Zuvor waren dort massive Schäden gefunden worden.

Lüdenscheid – Die Autobahnbrücke Rahmede der A45 bei Lüdenscheid kann auch von Autos nie wieder befahren werden, berichtet RUHR24*. Das sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn GmbH in Westfalen, am Freitag (7. Januar) in einer Pressekonferenz.

AutobahnA45
StadtLüdenscheid, NRW
Gesperrtes BauwerkTalbrücke Rahmede

A45-Brücke bei Lüdenscheid (NRW) muss abgerissen werden

Für die Menschen in der Region ist es eine Hiobsbotschaft: Die Brücke der A45 zwischen Lüdenscheid Nord und Lüdenscheid bleibt gesperrt und muss abgerissen werden. Damit ist eine der Hauptverkehrsadern zwischen NRW* und Süddeutschland unterbrochen. „Diese Brücke wird nie wieder durch Fahrzeuge befahren werden können“, sagte Sauerwein-Braksiek. Zu diesem Ergebnis seien Experten der Autobahngesellschaft am Donnerstag (6. Januar) gekommen.

Die A45-Brücke Rahmede bei Lüdenscheid muss abgerissen werden.
Die A45-Brücke Rahmede bei Lüdenscheid muss abgerissen werden. © Kay-Helge Hercher/dpa

Zuvor war die Talbrücke Rahmede erneut auf Schäden untersucht worden. Bereits Anfang Dezember 2021 waren Schäden festgestellt worden, die A45-Brücke wurde gesperrt*. Nun wurden weitere Risse und Korrosionsschäden an den Stahlträgern entdeckt. „Die 53 Jahre alte Brücke kann nicht saniert werden“, sagte die Autobahn-Direktorin jetzt. Fertiggestellt wurde die rund 450 Meter lange Brücke im Jahr 1968 für rund 25.000 Fahrzeuge am Tag. Seitdem haben sich Anzahl und Gewicht mehr als verdoppelt.

Lüdenscheid: Talbrücke Rahmede der A45 wird möglicherweise gesprengt

Doch wie soll es an der A45 bei Lüdenscheid weiter gehen? „Unser Ziel ist es, diese Brücke möglichst schnell abzubrechen und neu zu bauen“, sagte Sauerwein-Braksiek dazu. Dauern werde das mindestens fünf Jahre (alle News zum Verkehr in NRW* auf RUHR24 lesen.)

Wie schnell das gehen werden, könne man noch nicht beantworten. Das hänge auch davon ab, wie die Brücke abgerissen werden, etwa durch Sprengung oder einen kleinteiligen Abbau. „Wir sind mit Spezialfirmen im Gespräch“, sagte die Straßenbaumanagerin. Es wäre nicht die erste Sprengung einer Brücke an der A45 in NRW*.

Marode Talbrücke Rahmede an der A45 „nicht einsturzgefährdet“

Sollte es nicht möglich sein, die A45-Brücke über dem Rahmede-Tal zu sprengen, müsste ein Gerüst „in alpinem Gelände“ her, um das weitere Vorgehen zu prüfen. Denn die Schäden an dem Bauwerk seien so erheblich, dass es auch mit Untersuchungsfahrzeugen nicht länger befahren werden kann.

Einsturzgefahr bestehe aber nicht, sagte die Bauingenieurin: „Von der Brücke geht so wie sie steht keine Gefahr aus“, das hätten Tests der Statik ergeben. Deshalb könne die Altenaer Straße (L530) darunter bis zum Abriss geöffnet bleiben. An anderen Brücken, die vor 1985 gebaut worden seien, hätten Experten bislang keine derartigen Schäden gefunden, sagte Sauerwein-Braksiek.

Für die Menschen in der Region sei der Schaden eine „erhebliche Belastung“. Nun sollen Umleitungen für Autofahrer und Lastwagentransporte in der Region optimiert werden. Am Montag (10. Januar) sollen sich dazu die Verantwortlichen von Stadt und Kreis treffen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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