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NRW: Impfstoff gegen Affenpocken eingetroffen – wer gehört zur Risikogruppe?

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NRW hat rund 7.300 Impfdosen gegen Affenpocken vom Bund erhalten. Ein Überblick über den Impfstoff, die Risikopatienten und Symptome der Krankheit.

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen sind rund 7.300 Impfdosen gegen Affenpocken angekommen. Der Pockenimpfstoff dritter Generation komme vom Bund und sei am Freitag, 17. Juni, geliefert worden, so ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums gegenüber der dpa. Der Impfstoff müsse allerdings bei minus 20 Grad Celsius transportiert und gelagert sowie nach dem Auftauen innerhalb von zwölf Stunden verimpft werden. Ein Überblick, wem das Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung nun empfiehlt, welche Symptome auftreten können und was man sonst zum Impfstoff in NRW wissen muss.

NRW: Affenpocken – Impfdosen sollen nach Köln und Düsseldorf geliefert werden

Vor diesem Hintergrund werde an einem Verteilsystem an die Apotheken der Universitätskliniken gearbeitet. Um kurzfristig die Möglichkeit zu schaffen, in medizinisch begründeten dringenden Einzelfällen gegen Affenpocken impfen zu können, würden voraussichtlich am Samstag zunächst einige wenige Impfdosen an die Apotheken der Universitätskliniken in Köln und Düsseldorf geliefert, erklärte er.

Sollte es im Verlauf des Wochenendes oder Anfang nächster Woche aus medizinischen Gründen geboten sein, Einzelpersonen zu impfen, könne dies im Rahmen einer ärztlichen Einzelfallentscheidung an diesen Universitätskliniken erfolgen. Die weiteren Universitätskliniken des Landes seien darüber informiert, erläuterte der Ministeriumssprecher.

NRW: Impfstoff gegen Affenpocken angekommen – diese Menschen haben ein erhöhtes Risiko

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung gegen Affenpocken für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten, wie sie in der vergangenen Woche mitteilte. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht die Stiko bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben oder bei Personal von Speziallaboratorien.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte dagegen vor einer Stigmatisierung schwuler Männer im Zusammenhang mit den Affenpocken. Es müsse verhindert werden, „dass Menschen stigmatisiert werden, die homosexuell sind und Sex mit Männern haben“, sagte der SPD-Politiker im Mai in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Das ist einfach wichtig zu sagen: Es kann jeden treffen.“

NRW: Impfung gegen Affenpocken – diese Symptome deuten auf Erkrankung hin

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird laut Robert Koch-Institut (RKI) meist durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Experten gehen davon aus, dass der Ausbruch begrenzt werden kann. Die Gefährdung für die breite Bevölkerung wird laut RKI als gering eingeschätzt.

Bei Affenpocken treten unter andereme Symptome wie Fieber und Hautausschlag auf. Die Symptome verschwinden jedoch für gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst. Bei einigen Menschen kann eine Infektion aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.

Zwei Hände, die die Erkrankung mit dem Virus Affenpocken zeigen.
Auffälligstes Symptom bei den Affenpocken: Pocken am gesamten Körper (Archivbild) © CDC/Brian W.J. Mahy/dpa

NRW: Impfstoff gegen Affenpocken angekommen – insgesamt 43 bestätigte Fälle in NRW

Nach Auskunft des Landes-Gesundheitsministeriums sind bislang in Nordrhein-Westfalen 43 Affenpockenfälle bestätigt. Mehrere Fälle einer Affenpocken-Infektion hat es unter anderem in Köln gegeben. Verdachtsfälle müssten nicht gemeldet werden, deshalb lägen dem Ministerium dazu keine Zahlen vor, erläuterte der Sprecher. Dem RKI sind mit Stand Freitag 338 Affenpockenfälle aus elf Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) übermittelt worden, wie das Institut zur Situation in Deutschland im Internet mitteilt.

Die Europäische Union hat rund 110 000 Dosen Impfstoff gegen Affenpocken gekauft. Wie die EU-Kommission mitteilte, wurde der Vertrag mit dem Unternehmen Bavarian Nordic über 109. 090 Dosen Impfstoff der dritten Generation am Dienstag geschlossen. Er soll den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und Island zur Verfügung stehen.

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