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Nordrhein-Westfalen: DLRG rechnet mit mehr Badetoten

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Menschen baden im Sommer im Fühlinger See in Köln.
Die DLRG vermutet, dass die Zahl der Badetoten in diesem Jahr ansteigen wird. (Symbolbild) © Ying Tang/Imago

Hohe locken Menschen in NRW wieder in die Freibäder - und auch an unbewachte Gewässer. Die DLRG geht davon aus, dass die Zahlen der Badetoten 2021 ansteigen.

Düsseldorf  – Während die Zahl der Badetoten im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen deutlich auf 47 (Vorjahr 65) zurückgegangen war, gehen Wasserretter aus NRW in diesem Jahr von einem Anstieg der Badetoten aus. Viele Menschen hätten wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr nicht in Schwimm- oder Freibädern schwimmen gehen können, sagte ein Sprecher der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Westfalen. Deshalb fehle ihnen nun der Trainingseffekt und die Ausdauer, die sie wohl sonst beim Schwimmen hätten. Schnell tappe man in die „Falle der Selbstüberschätzung“. In den Schulen hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bereits angekündigt, den Schwimmunterricht zu verstärken, um die wegen Corona entstandenen Defizite der Schwimm-Ausbildung aufzuholen.

NRW: Zahl der Badetoten im Juni leicht gestiegen – DLRG Nordrhein warnt

Die Zahl der Badetoten ist laut Angaben der Wasserschutzpolizei im Vergleich zum Vorjahr bis Ende Juni etwas gestiegen. Demnach verunglückten bei insgesamt neun Badeunfällen sechs Menschen in Gewässern, für die die Behörde zuständig ist. Dazu gehörten zum Beispiel Flüsse wie der Rhein, die Weser oder die Ruhr bis nach Essen. Im Jahr 2020 gab es im gleichen Zeitraum neun Badeunfälle mit drei Toten. Besonders unbewachte Gewässer wie etwa Baggerseen stellen eine besondere Gefahr dar, sagte ein Sprecher der DLRG Nordrhein. „Bitte gehen Sie an bewachte Seen“, warnte er.

Badetote in NRW: Strömungen und Strudel in Flüssen werden häufig unterschätzt

Auch Strömungen und Strudel in Flüssen werden demnach häufig unterschätzt. Bei einem Badeunfall im Rhein bei Duisburg kamen im Juni drei Mädchen ums Leben, nachdem eine Strömung sie unter Wasser gezogen hatte. Eine der drei Jugendlichen, eine 17-Jährige, starb nach Wiederbelebungsversuchen. Von den beiden anderen Mädchen fehlte zunächst jede Spur, ihre Leichen wurden später im niederländischen Rhein-Mündungsarm Waal angeschwemmt. (nb mit dpa/lnw)

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