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Corona-Wirtschaftshilfe in „bislang einzigartiger Höhe“ – NRW legt erste Zahlen vor

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Von: Mick Oberbusch

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart vor einem Bildschirm
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat Zahlen zu den Corona-Soforthilfen für das Land veröffentlicht. © Marcel Kusch/picture alliance

Seit Beginn der Corona-Pandemie unterstützen Bund und Länder Unternehmen sowie Privatleute mit Wirtschaftshilfen – nun hat NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart konkrete Zahlen genannt.

Köln - Seit Beginn der Corona-Pandemie benötigen etliche Firmen, Freiberufler und Soloselbstständige in Nordrhein-Westfalen finanzielle Hilfe vom Staat. Wie diese im Jahr 2020 aussah, hat NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) nun verkündet. So habe der Staat in der Pandemie bislang mit 5,34 Milliarden Euro Unternehmen und Menschen in NRW unter die Arme gegriffen. „Das ist eine Wirtschaftshilfe in bislang einzigartiger Höhe“, so Pinkwart.

Ich bin zuversichtlich, dass sich die nordrhein-westfälische Wirtschaft 2021 erholen wird

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP)

5,34 Milliarden Euro für Unternehmen, Freiberufler und Soloselbstständige in NRW

„Unter dem Strich kommt die nordrhein-westfälische Wirtschaft etwas stabiler durch die Krise und der erwartete Rückgang der Wirtschaftsleistung fällt geringer aus als im Bundesschnitt.“ So habe die Exportwirtschaft wieder Fahrt aufgenommen, auch die Brexit-Einigung werde einen Schub geben. „Das stimmt mich zuversichtlich, dass sich die nordrhein-westfälische Wirtschaft im neuen Jahr spürbar erholen wird.

Mehr als vier Milliarden Euro kamen dpa-Informationen zufolge vom Bund, etwa eine Milliarde Euro wurde vom Land beigesteuert. Schon im Frühjahr gab es Soforthilfen mit pauschalen Einmalzahlungen, bei denen das Land Zahlungen über je 25.000 Euro an Firmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern übernahm. Kleinere Betriebe bekamen Geld vom Bund, größere Firmen gingen hierbei leer aus. Insgesamt gab es 430.000 Anträge zu Soforthilfen in NRW – Bund und Land zahlten rund 4,1 Milliarden Euro aus.

Wirtschaftshilfe aufgrund von Coronavirus: Über 50.000 bewilligte Anträge für Überbrückungshilfen in NRW

Für die danach folgenden Überbrückungshilfen, die sich an Fixkosten wie der Miete orientierten, gab es rund 34.000 bewilligte Anträge für den ersten Block und 22.000 bewilligte Anträge für den zweiten Block. Die Novemberhilfen, die vor allem Restaurants und Hotels dienen und bei denen Firmen Anspruch auf 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahreszeitraums haben, kommen komplett vom Bund. Die meisten anspruchsberechtigten Unternehmen haben den Angaben zufolge bereits Abschlagzahlungen erhalten, der Rest soll im Januar folgen.

Die Rechnung für dieses Jahr, die Pinkwart präsentierte, ist aber längst nicht abgeschlossen. Denn viele Anträge wurden noch nicht abschließend bearbeitet, entsprechende Zahlungen folgen erst 2021. Außerdem wurden die Novemberhilfen in den Dezember hinein verlängert – Geld für diesen Monat kann erst seit dem 23. Dezember beantragt werden, es wird also ebenfalls erst nächstes Jahr an die Firmen überwiesen. (mo/dpa)

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