1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

NRW: Hunderte Menschen bei Corona-Demos – weitgehend störungsfrei

Erstellt:

Eine Corona-Demo.
In NRW haben hunderte Menschen gegen die Corona-Regeln demonstriert (Symbolbild). © Felix Kästle/dpa

In Dortmund, Essen, Duisburg und Co. gab es zahlreiche Corona-Demos. Mehrere hundert Menschen sind gegen die Corona-Regeln auf die Straße gegangen.

Dortmund – Aus Kritik an den Corona-Maßnahmen und als Zeichen gegen eine Impfpflicht sind am Montagabend (24. Januar) mehrere Hundert Menschen in verschiedenen Ruhrgebiets-Städten auf die Straße gegangen. In Mülheim an der Ruhr und in Bochum seien es jeweils etwa 620 gewesen, teilte die Polizei mit. Die „Spaziergänge“ genannten Demos blieben weitgehend störungsfrei, in Bochum gab es fünf Anzeigen wegen falscher Atteste – das angebliche Recht auf Maskenbefreiung aus medizinischen Gründen hielt der Überprüfung durch Beamte nicht stand.

Essen, Duisburg und Witten: Corona-Demonstranten tragen keine Maske

In Essen folgten nach Polizeischätzung etwa 500 Menschen dem Aufruf. In Duisburg, wo es circa 350 waren, stoppte die Polizei den Protestzug vorerst, weil einige Demonstranten keine Maske trugen – ein Teil von ihnen hatte Trillerpfeifen dabei und zog auch nach dem Trillern keine Maske an. Nach der Bitte um Einhaltung der Maskenpflicht ging der Protestzug weiter, größere Vorkommnisse gab es nicht. In Witten kamen 400 Menschen. Zwei von ihnen bekamen Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung ausgestellt, weil sie partout keine Maske tragen wollten.

Dortmund: Nur 160 Menschen bei Corona-Demo auf Friedensplatz

In Dortmund fanden sich auf dem Friedensplatz circa 160 Menschen ein, vor einer Woche waren es an selber Stelle noch 1400 gewesen. Die deutlich niedrigere Zahl lag daran, dass die Privatperson, die die Demo angemeldet hatte, diese Anmeldung kurzfristig zurückzog. Bei einer großen Demo hätte die 3G-Regel gegolten – für die Einhaltung dieser Vorgabe wollte die Privatperson nicht einstehen und machte einen Rückzieher. Daraufhin kamen nur einige Grüppchen, die auf dem Platz und in angrenzenden Straßen umhergingen.

Während bei den „Spaziergängen“ Corona-Maßnahmen als unverhältnismäßig abgelehnt wurden, bekundeten Gegendemonstranten in Duisburg, Essen und Witten ihr grundsätzliches Einverständnis mit dem Corona-Kurs der Politik. Bei der Gegendemo in Witten kamen laut Polizei etwa 450 Menschen und damit 50 mehr als bei der Anti-Maßnahmen-Demo in der Nähe. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant