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NRW: Zahl der Corona-Fälle in Gefängnissen steigt in fünfter Welle

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Außenansicht der Justizvollzugsanstalt Dortmund
Auch in den Gefängnissen gibt es inzwischen immer mehr Infizierte. (Symbolbild) © IMAGO / biky

Omikron macht auch vor Anstaltsmauern keinen Halt. So gab es unter anderem in Remscheid und Hagen eine größere Anzahl von infizierten Häftlingen.

Düsseldorf – Auch in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen häufen sich inzwischen die Corona-Fälle bei Insassen und Beschäftigten. So befanden sich zur Wochenmitte nach Angaben des Justizministeriums NRW 231 Gefangene aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation. Zudem seien aktuell 197 Bedienstete mit dem Virus infiziert. Zum Vergleich: Im gesamten Dezember 2021 waren es 110 Gefangene und 95 Bedienstete.

Coronavirus NRW: Zahl der Infizierten in Gefängnissen steigt – vor allem in Bielefeld, Remscheid, Hagen

Eine größere Zahl infizierter Häftlinge hatte es demnach zuletzt in Bielefeld-Brackwede, Remscheid und Hagen gegeben. Im offenen Strafvollzug waren die Anstalten in Bielefeld-Senne und Bochum-Langendreer betroffen. Bedienstete, die wegen einer Infektion, vorerst ausfallen, gebe es in nahezu allen 36 Anstalten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

NRW: Immer mehr Corona-Fälle in Gefängnissen – Dienstbetrieb kann aufrechterhalten werden

Der Dienstbetrieb könne aber aufrechterhalten werden, hieß es weiter. Die Personalausfälle in den jeweiligen Anstalten könnten in der Regel von Kollegen aufgefangen werden. Bei größeren und längeren Problemen wären auch Unterstützungsmaßnahmen umliegender JVAs mit besserer Personalsituation in Betracht zu ziehen.

Kommt es in einer Anstalt zu Ansteckungen unter den Gefangenen, müssen sie - wie Infizierte jenseits der Anstaltsmauern auch - Kontakteinschränkungen hinnehmen. Wie zuletzt der Sprecher der JVA Hagen berichtete, werden dann Besuchsverbote verhängt und Gemeinschaftsangebote gestrichen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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