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Modellprojekte in NRW: Alle 14 Kommunen verschieben den Start wegen hoher Inzidenz

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Das Rolltor vor einem Geschäft in einer Fußgängerzone in Köln ist am frühen Morgen heruntergelassen.
Die Läden bleiben auch in den NRW-Modellkommunen weiter zu. Weil die Inzidenzen zu hoch sind, können die Projekte nicht wie geplant starten. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

14 Modellprojekte für Öffnungen trotz Corona-Pandemie sollten am 19. und am 25. April starten. Sollten. Die Sieben-Tage-Inzidenzen lassen das aktuell nicht zu.

Düsseldorf – Zum ursprünglich geplanten Start eines Modellprojekts mit Corona-Lockerungen haben nur 2 von 14 Kommunen eine Mindestvoraussetzung erfüllt. Coesfeld hatte am Montagmorgen laut Robert Koch-Institut eine Wocheninzidenz von 88,9 und Münster einen Wert von 99,9 – damit halten diese Kommunen die Vorgabe ein, einen Wert unter 100 zu haben. Allerdings muss dieser Wert für mehrere Tage stabil bleiben, damit die Projekte tatsächlich starten dürfen.

Die anderen 12 Kommunen, die das Wirtschaftsministerium zur Teil-Öffnung des öffentlichen Lebens ausgewählt hatte, sind dreistellig. Allerdings sind alle Starts auf Eis gelegt worden – auch Coesfeld und Münster hatten mit Blick auf das Infektionslevel auf den Beginn verzichtet.

Da mittlerweile 15 Kommunen die Wocheninzidenz von 200 überschritten haben, kehren die Schulen dort wieder in den Distanzunterricht zurück.

Öffnen trotz Corona in NRW: erste Modellkommunen sollten am 19. April starten

In den Modellkommunen soll mit Schnelltests und Nachverfolgungs-App nachgewiesen werden, dass der Betrieb von Sport- und Kulturstätten sowie von Außengastronomie auch in Zeiten der Coronapandemie möglich ist. Hier geht es zu einem Überblick, was die einzelnen Kommunen konkret geplant haben.

Als Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am 9. April bekanntgab, welche 14 Kommunen sich unter den 46 Bewerbern durchgesetzt hatten, war die Freude aber nur gedämpft: Die Voraussetzung, zum Start des Vorhabens nur eine zweistellige Inzidenz haben zu dürfen, erschien schon damals nur schwer machbar oder gar unmöglich.

Ursprünglich sollte es in zwei Gruppen losgehen: am 19. April die ersten sechs – darunter Münster sowie Coesfeld im Verbund mit Warendorf – und eine Woche später acht weitere Kommunen, darunter KölnEssen, Siegen und Krefeld sein – in der letztgenannten Stadt lag die Corona-Wocheninzidenz am Montagmorgen bei 238,8. Auch in Hamm, was ebenfalls in der zweiten Gruppe der Modellkommunen ist, liegt die Pandemiekennziffer mit 227,9 relativ hoch.

Start der Corona-Modellprojekte in NRW: Sobald Inzidenzen Vorgabe erfüllen

Vom Tisch sind die Modellkommunen noch nicht. Sollte sich die Infektionslage in den Kreisen deutlich entspannen, könnten sie loslegen. Zudem könnten in Coesfeld im Laufe dieser Woche immerhin noch Sportstätten im Rahmen des Modellvorhabens aufmachen – für Montag standen Beratungen von Kommunalvertretern zu dieser Möglichkeit auf dem Programm. Die Außengastronomie sowie Kulturstätten bleiben hingegen geschlossen. (dpa/lsc)

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