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NRW ändert Corona-Regeln – und spricht klare Empfehlung für Geschäfte aus

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Von: Daniele Giustolisi

NRW hat in seinen neuen Corona-Regeln eine dringende Empfehlung für Geschäfte und das Einkaufen veröffentlicht.

Dortmund – Zusammen mit der am Donnerstag (13. Januar) in Kraft tretenden neuen NRW-Coronaschutzverordnung hat das Land auch seine Hygiene- und Infektionsschutzregeln angepasst. Darin gibt es nun eine dringende Empfehlung für das Einkaufen in Geschäften. RUHR24* erklärt, was neu ist.

7-Tage-Inzidenz in NRW395,7 (Stand: 12. Januar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,69 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz2,85

Corona-Regeln in NRW: Land empfiehlt FFP2-Masken in Geschäften und in Bussen und Bahnen

Die Empfehlung versteckt sich in einem Papier mit dem Namen „Anlage ‚Hygiene- und Infektionsschutzregeln‘ zur CoronaSchVO NRW“ (PDF) unter dem fünften Stichpunkt. Darin spricht die Landesregierung eine Empfehlung für das Tragen von FFP-2 Masken im Handel und im Öffentlichen Personenverkehr aus.

Grund dafür ist die sich aktuell rasant ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus*. Sie ist innerhalb weniger Wochen zur vorherrschenden Variante in NRW* geworden und löst damit die vorherige Mutation, genannt „Delta“, ab. Das Land warnt: „Die neue Virus-Variante überträgt sich sehr leicht von Mensch zu Mensch.“

NRW-Empfehlung wegen Omikron-Variante von Corona – lieber FFP2-Maske nutzen

Daher sei es wichtig, in geschlossenen Räumen und beim Zusammentreffen mit anderen Personen FFP2-Masken oder vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95) ohne Ausatemventil zu tragen. Das Tragen der in NRW weit verbreiteten OP-Masken wird in den Hygiene-Empfehlungen für Innenräume nicht empfohlen (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Stattdessen der dringende Hinweis: „Beim Einkaufen in Geschäften und bei der Nutzung des Öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs wird die Verwendung von FFP2-Masken oder vergleichbaren Masken dringend empfohlen.“ Obacht: Es handelt sich in NRW jedoch nur um eine Empfehlung, nicht um eine Pflicht, wie etwa in Baden-Württemberg.

OP-Masken in NRW weiterhin gestattet – Land empfiehlt FFP2-Maske gegen Corona

Wer also weiterhin OP-Masken in Innenräumen tragen will, kann das tun. Man muss dann aber damit rechnen – vor allem ohne oder mit nur zwei Impfungen – sich schneller mit dem Coronavirus anzustecken.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit einer OP-Maske
OP-Masken wie jene von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werden in NRW in Innenräumen nicht mehr empfohlen. © Ina Fassbender/DPA

Problematisch dürfte bei der Empfehlung der NRW-Landesregierung sein, dass FFP-Masken im Handel deutlich teurer sind, als einfache OP-Masken. Apotheken nehmen pro FFP2-Maske um die 1,50 Euro. OP-Masken gibt es derweil für um die 25 Cent pro Stück.

Corona: FFP2-Masken mehrfach nutzen – Vorsicht ist gefragt

Weiteres Problem: Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken normalerweise Einwegprodukte. Sie müssten also nach dem einmaligen Verwenden eigentlich entsorgt werden – was sehr teuer ist.

Joachim Stamp im Düsseldorfer Landtag
NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) trägt in Innenräumen die empfohlene FFP2-Maske. © Rolf Vennenbernd/DPA

Viele Bürger in NRW verwenden die Masken daher mehrfach. Das Bundesinstitut ließ deswegen zuletzt in einem Forschungsprojekt klären, inwiefern dies möglich ist. Dabei heraus kamen drei Varianten, wie FFP2-Masken wiederverwendet werden können:

Zusätzlich zur Anpassung der Hygiene-Empfehlungen hat das Land die Verkürzung der Quarantäne* in die Wege geleitet, sowie die 2G-Plus-Regelung für die Gastronomie* eingeführt.*RUHR24 ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerks von IPPEN-DIGITAL.

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