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Überblick: Corona-Regeln für NRW – was ab 4. Dezember gilt

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Von: Oliver Schmitz

„2G-Regelung“
In NRW wird die 2G-Regel auch für den Einzelhandel kommen. (Symbolbild) © Daniel Bockwoldt/dpa

Auf NRW kommen weitere Corona-Verschärfungen zu. Die neuen Regeln gelten bereits ab Samstag, 4. Dezember. Alle Corona-Regeln im Überblick.

Düsseldorf – Bund und Länder haben sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Donnerstag (2. Dezember) auf eine erneute Verschärfung der Corona-Regeln geeinigt. Nordrhein-Westfalen setzt die Beschlüsse mit der neuen Corona-Schutzverordnung um, die ab Samstag, 4. Dezember, gilt. Doch die entscheidende Frage war, was genau in der nächsten Corona-Schutzverordnung überhaupt stehen wird. Denn vor allem strengere Regeln als beim Bund-Länder-Treffen beschlossen wurden, waren denkbar. Jetzt ist klar: NRW verschärft die Beschlüsse stellenweise.

Corona-Regeln in NRW: Was ab 4. Dezember gilt

Corona NRW: Verschärfungen zeitnah umgesetzt – neue Regeln ab 4. Dezember

„Wir haben ein umfangreiches Paket beschlossen, um die vierte Welle zu brechen. NRW wird es zeitnah & konsequent umsetzen“, kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst in einem Twitter-Post am Donnerstagabend an.

Bundesländer können viele zusätzliche Maßnahmen ergreifen, denn bei den MPK-Beschlüssen handelt es sich nur um „Mindeststandards“. In NRW war beispielsweise eine generelle Schließung von Clubs und Discotheken – unabhängig von der Inzidenz – absehbar. Hendrik Wüst hatte dies in der Sondersitzung des NRW-Landtags am Mittwoch (1. Dezember) so angedeutet.

Corona-Verschärfungen NRW: Diskussion über Großveranstaltungen – Rückkehr zu Geisterspielen?

Der wohl größte Streitpunkt war wohl die Regelung für Großveranstaltungen. Bereits vor der MPK hatte CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen angekündigt, dass die Zuschauer-Zahl ab Samstag (4. Dezemer) deutlich eingeschränkt würde. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erläuteter im Anschluss gegenüber RTL/ntv: „Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze und dann halten wir das für vertretbar“. Bei der MPK wurden nun maximal 15.000 beschlossen.

Doch das löste anschließend deutliche Kritik aus. SPD-Landeschef Thomas Kutschaty geht diese Einschränkung nicht weit genug. „In der aktuellen Situation sollten wir alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Und da sind mir 15.000 Zuschauer bei einem Spiel zwischen Dortmund und Bayern, die in U-Bahnen und Straßenbahnen anreisen, einfach noch zu viel“, sagte Kutschaty dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Anschließend gab es Rückendeckung vom Städtetag-Vorsitzenden Pit Clausen. Der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld erklärte gegenüber der Rheinischen Post: „Wir können uns auch die komplette Absage von Veranstaltungen im Karneval vorstellen. Auch Bundesligaspiele ohne Publikum im Stadion sind eine Option“. Mit „Wir“ gemeint sind die größten Städte in NRW wie Köln, Düsseldorf, Duisburg und viele mehr. Also keine irrelevante Meinung, auf die die NRW-Landesregierung eventuell hören könnte.

Corona-Verschärfungen: Die wichtigsten Beschlüsse der MPK im Überblick

(os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am 3. Dezember grundlegend überarbeitet und durch Informationen der neuen Corona-Schutzverordnung ergänzt.

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