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Nicht mehr alle Corona-Tests kostenlos – wer jetzt bezahlen muss

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Von: Oliver Schmitz

Wer einen Corona-Test machen möchte, muss ab sofort dafür bezahlen. Doch in einigen Fällen bleiben die Corona-Tests weiterhin kostenlos.

Köln – Die kostenlosen Corona-Tests für alle haben vorerst ihr Ende gefunden. Zwar haben die Bundesländer die Möglichkeit, die Kosten selbst zu übernehmen, aber das ist derzeit nirgends geplant. Somit wurde die Test-Änderung auch in Nordrhein-Westfalen mit den neuen Corona-Regeln eingeführt. Konkret heißt das: Die meisten Menschen in Deutschland müssen jetzt selbst für die Bürgertests zahlen. Doch es gibt Ausnahmen und auch Orte, an denen die Corona-Tests weiter für alle kostenlos sind. Alle Informationen im Überblick.

Corona-Test kostenlos in NRW: Für wen ist Test weiterhin kostenlos?

Die kostenlosen Bürgertests sind in ganz Deutschland somit weiter für die sogenannten „vulnerablen Gruppen“ möglich.

NRW: Preis für Corona-Tests – wer muss drei Euro bezahlen? Wer mehr?

3 Euro zahlen:

Menschen, die am selben Tag eine Veranstaltung in Innenräumen besuchen werden

Personen ab 60 Jahren

Für Menschen mit Vorerkrankung

Für Personen mit einer roten Corona-Warn-App

Komplette Kosten:

Alle anderen Personen ohne besonderen Grund

Für einen Großteil der Menschen in NRW kosten die Corona-Bürgertests seit dem 30. Juni drei Euro. Diesen Preis zahlt man jedoch nur, wenn man einen bestimmten Anlass für die Testung hat. Wer sich ganz ohne Grund testen lassen möchte, muss den Test sogar komplett selbst bezahlen. Je nach Anbieter kann das dann zwischen 10 und 15 Euro kosten. Die Teststellen können die Preise selbst festlegen – müssen sie jedoch draußen ausgehangen werden.

Der eigentliche Erstattungspreis für Teststellen liegt bei 9,50 Euro. 6,50 Euro werden weiter vom Bund übernommen, die restlichen drei Euro kommen dann von den Bürgern. Jedoch eben nur, wenn man eine der genannten Bedingungen erfüllt.

Corona Bürgertest NRW: Kommunen können Kosten übernehmen – in Köln nicht geplant

Corona-Testzentrum
Bei den meisten Corona-Testzentren muss man seit dem 30. Juni 2022 für die Bürgertests zahlen. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa/Symbolbild

Nicht nur die Bundesländer, sondern auch die Kommunen könnten die anfallenden Kosten für die Bürgertests theoretisch übernehmen. Das bestätigte auch die Stadt Köln auf 24RHEIN-Anfrage. „Aktuell ist allerdings nicht geplant, dass die Stadt Köln die bisher vom Bund getragenen Kosten übernimmt“, sagt Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln. Doch das trifft wohl auf die allermeisten, wenn nicht sogar alle, Kreise und Städte in Deutschland zu.

„Bis jetzt hat der Bund die Kosten für Schnelltests getragen und das war richtig und sinnvoll“, sagt Rau und verweist auf das Vorgehen von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Sie habe in einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach „dafür geworben, dass es weiterhin ein kostenloses Testangebot für alle gibt.“

NRW: Köln, Wuppertal, Solingen – hier gibt es weiterhin kostenlose Corona-Tests für alle (Auswahl)

Auch wenn die Behörden – ob auf Bundes-, Landes- oder Kommunal-Ebene – die Kosten für die Corona-Bürgertests nicht pauschal übernehmen möchten, gibt es Teststellen, die sie weiterhin kostenlos anbieten. So zum Beispiel die beiden Betreiber „Rheingesund“ (Köln) und „pm2am“ (Bergisches Land). Beide verzichten jeweils auf die drei Euro Eigenbeteiligung der Bürger.

„Klar ist es aus unternehmerischer Sicht falsch. Aber wir haben halt auch eine Verantwortung den Menschen gegenüber“, sagte Rheingesund-Geschäftsführer Pascal Ervens zu Radio Köln. Viele weitere Teststellen in ganz NRW haben zumindest eine gewisse Übergangsfrist, bis die Bürgertests tatsächlich kosten. Unter anderem sind diese in Münster bei acht Teststellen des Betreibers „Triple A“ noch den ganzen Juli kostenlos. (os mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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