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Coronavirus: 15 NRW-Kommunen über 200er Inzidenz – Präsenzunterricht vielfach eingestellt

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Schüler der Städtischen Integrierten Gesamtschule Paffrath gehen nach ihren negativen Schnelltests, die sie am Morgen vor Unterrichtsbeginn durchgeführt haben, durch die Mensa.
Da in einigen Kommunen in NRW die 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten wurde, soll dort ab kommender Woche der Präsenzunterricht wieder eingestellt werden. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

In NRW haben nun 15 Kommunen die Wocheninzidenz von 200 überschritten. In der kommenden Woche kehren die Schulen in diesen Gebieten wieder in den Distanzunterricht zurück.

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Städte und Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über den Schwellenwert von 200 auf 15 gestiegen. Am Vortag waren es 14, vier weitere Kommunen - Dortmund und Bonn sowie die Kreise Lippe und Recklinghausen - lagen am Sonntag mit Werten über 195 nur noch knapp unterhalb dieser Grenze. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit.

Coronavirus: Inzidenz steigt bei 15 Kommunen in NRW über 200 – Schulen gehen in Distanzunterricht zurück

Damit wird die für Montag (19.4.) geplante Rückkehr zum Präsenz-Schulunterricht im bevölkerungsstärksten Land erheblich gebremst. Für 13 Kommunen - darunter Duisburg, Gelsenkirchen, Solingen und Wuppertal - hatte das Land bereits am Freitag die Fortsetzung des Distanzunterrichts angeordnet. Drei weitere Kommunen - Dortmund und die Kreise Mettmann und Gütersloh - haben wegen hoher Coronazahlen mit Billigung des Schulministeriums ebenfalls den Start in den Präsenz-Schulunterricht ausgesetzt. Außerdem beantragte Bonn beim Land Schulschließungen, die laut Stadt voraussichtlich ab Mitte der Woche in Kraft treten sollten. In NRW gibt es 53 Städte und Landkreise.

Bei einer Inzidenz über 200 an drei aufeinanderfolgenden Tage darf es in den Schulen keinen Präsenzunterricht mehr geben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Notbetreuung sind möglich.

NRW: Inzidenz steigt weiter an – Remscheid ist Corona-Hochburg

NRW-weit stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und sieben Tagen am Sonntag weiter auf 167,1 (Vortag 164,5). Remscheid blieb mit einer Inzidenz von 342,2 negativer Spitzenreiter. Sechs von 53 Kommunen liegen noch unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Soest, Neuss, Höxter und Coesfeld sowie die Städte Münster und Bottrop.

Coronavirus in NRW: Ausgangsbeschränkung gilt nun auch in Köln

Landesweit infizierten sich binnen 24 Stunden 4438 Menschen an Corona - knapp 800 weniger als am Vortag. 14 weitere Todesfälle wurden gemeldet. In NRWs größter Stadt Köln stieg die Inzidenz von 172,4 auf 178,3. Dort - wie in mehreren weiteren NRW-Kommunen - waren Samstagfrüh nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten, gegen die es in Köln eine friedliche Protestkundgebung gab. Wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte, hätten sich die meisten Kölner bislang an die Ausgangssperre gehalten. Jedoch mussten Beamte am Samstagabend eine Party von 35 Personen, darunter Lehrkräfte und Mediziner auflösen, die in einer Hütte ihr bestandenes Examen gefeiert hatten.

Insgesamt haben sich in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 680 000 Menschen infiziert. 14 868 Todesfälle wurden bis Sonntagfrüh gemeldet. (nb mit dpa)

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