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Coronavirus in NRW: Nur 2 von 14 Modellkommunen könnten theoretisch starten

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Von: Nina Büchs

Menschen gehen über den Prinzipalmarkt. Ein Schild mit der Aufschrift „Maskenpflicht! 8-20 Uhr“ weißt auf die Maskenpflicht hin.
Münster ist eine der zwei Modellkommunen in NRW, in denen die Inzidenz aktuell unter 100 liegt. © Rolf Vennenbernd/dpa

Nur zwei Modellkommunen könnten in NRW aktuell an den Start gehen. Doch wegen des Infektionsgeschehens wurde der Beginn des Projekts bei allen 14 Kommunen nach hinten verlegt.

Düsseldorf – Zum ursprünglich geplanten Start eines Modellprojekts mit Corona-Lockerungen haben nur 2 von 14 Kommunen eine Mindestvoraussetzung erfüllt. Coesfeld hatte am Montagmorgen laut Robert Koch-Institut eine Wocheninzidenz von 88,9 und Münster einen Wert von 99,9 - damit halten diese Kommunen eigentlich die Vorgabe ein, einen Wert unter 100 zu haben. Die anderen 12 Kommunen, die das Wirtschaftsministerium zur Teil-Öffnung des öffentlichen Lebens ausgewählt hatte, sind dreistellig. Allerdings sind alle Starts auf Eis gelegt worden - auch Coesfeld und Münster hatten mit Blick auf das Infektionslevel auf den Beginn verzichtet.

Coronavirus in NRW: Start aller Modellkommunen auf Eis gelegt

In den Modellkommunen soll mit Schnelltests und Nachverfolgungs-App nachgewiesen werden, dass der Betrieb von Sport- und Kulturstätten sowie von Außengastronomie auch in Pandemiezeiten möglich ist. Als Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am 9. April bekannt gab, welche 14 Kommunen sich unter den 46 Bewerbern durchgesetzt hatten, war die Freude aber nur gedämpft: Die Voraussetzung, zum Start des Vorhabens nur eine zweistellige Inzidenz haben zu dürfen, erschien schon damals nur schwer machbar oder gar unmöglich.

Coronavirus: Hohe Inzidenzwerte in NRW – Start der Modellkommunen war am 19. und 26. April geplant

Ursprünglich sollte es in zwei Gruppen losgehen: am 19. April die ersten sechs - darunter Münster sowie Coesfeld im Verbund mit Warendorf - und eine Woche später acht weitere Kommunen, darunter Köln, Essen, Siegen und Krefeld sein - in der letztgenannten Stadt lag die Corona-Wocheninzidenz am Montagmorgen bei 238,8. Auch in Hamm, was ebenfalls in der zweiten Gruppe der Modellkommunen ist, liegt die Pandemiekennziffer mit 227,9 relativ hoch.

Modellkommunen in NRW: In Coesfeld sind Öffnungen in dieser Woche nicht ganz abwegig

Vom Tisch sind die Modellkommunen noch nicht. Sollte sich die Infektionslage in den Kreisen deutlich entspannen, könnten sie loslegen. Zudem könnten in Coesfeld im Laufe dieser Woche immerhin noch Sportstätten im Rahmen des Modellvorhabens aufmachen - für Montag standen Beratungen von Kommunalvertretern zu dieser Möglichkeit auf dem Programm. Die Außengastronomie sowie Kulturstätten bleiben hingegen geschlossen. (nb mit dpa)

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