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NRW: Kind in DHL-Packstation eingesperrt – drei Fälle binnen fünf Wochen

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DHL Packstation in Düsseldorf
Binnen weniger Wochen musste die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen drei Kinder aus Packstationen befreien. (Symbolbild) © Kolvenbach/Imago Images

Der Ratschlag „Nicht nachmachen!“ hätte vielleicht geholfen. Binnen fünf Wochen musste die Feuerwehr in NRW drei Kinder aus DHL-Packstationen befreien.

Düsseldorf/Dortmund/Wuppertal – Zum dritten Mal innerhalb von knapp fünf Wochen hat die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen ein eingeschlossenes Kind aus einer Packstation befreien müssen. Eine Zwölfjährige hatte sich in Düsseldorf in einem Paketfach eingeschlossen, das von der Feuerwehr aufgesägt werden musste.

Das Missgeschick war am Sonntagabend passiert. Als das Fach sich nicht mehr öffnen ließ, war das Mädchen in Panik geraten. „Zum Glück haben die Freundinnen schnell und richtig reagiert“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montag. Sie hatten sofort die Feuerwehr und die Eltern der Eingeschlossenen alarmiert.

Kind in Düsseldorf in Packstation eingeschlossen: „100-prozentiger Schutz gegen Missbrauch nicht möglich“

Offenbar hatte ein Nutzer der Packstation das Fach nicht wie erbeten wieder geschlossen. Eine Sprecherin von DHL/Deutscher Post sagte, der Fall werde nun geprüft. Grundsätzlich lasse sich ein leeres Fach öffnen, indem ein gültiges Paketlabel unter den eingebauten Scanner gehalten wird. Auch eine manuelle Eingabe eines Labelcodes sei möglich.

„Unsere Packstationen entsprechen allen Vorgaben und Normen zur Sicherheit von Nutzern und Öffentlichkeit“, betonte die Unternehmenssprecherin. Wenn ein Fach binnen zwei Minuten nicht wieder geschlossen werde, lasse es sich auch nicht mehr schließen. Außerdem seien die großen Fächer oben angebracht, damit niemand so leicht hineinklettern kann. „Leider ist eine 100-prozentige Absicherung zum Schutz gegen missbräuchliche Nutzung nicht möglich.“

Kinder in Wuppertal und Dortmund in DHL-Packstation eingeschlossen: „wildes Herumdrücken auf Display“

In Wuppertal hatte die Feuerwehr Mitte März einen Neunjährigen aus einem Fach befreien müssen, dessen elfjähriger Bruder die Tür geschlossen hatte. Den Angaben zufolge sollen die Kinder so lange auf dem Display herumgedrückt haben, bis sich eine Tür geöffnet habe.

Eine Woche später musste die Feuerwehr in Dortmund einen Zwölfjährigen aus einer Packstation befreien. Der Junge sei in das Paketfach geklettert, seine Freunde hätten das Fach geschlossen und einen Versandcode eingegeben. Das Fach ließ sich der Feuerwehr zufolge nicht einmal mehr von einem Mitarbeiter der Packstation öffnen. Die Kinder hätten es wohl auch in Dortmund geschafft, das Fach durch „wildes Herumdrücken auf dem Display“ zu öffnen. DHL habe bundesweit 7000 Packstationen errichtet. (dpa)

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