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NRW: Streiks im Einzelhandel – auch bei Ikea

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Mitarbeiter eines Lagers des Discounters Lidl stehen bei einem Warnstreik mit Warnwesten mit der Aufschrift „ver.di Handel“ vor einem Lager des Discounters.
Der Einzelhandel legt am Mittwoch in vielen Großstädten NRWs sowie in diversen Ikea-Standorten seine Arbeit nieder. © Matthias Balk/dpa

Corona hat den NRW-Einzelhandel hart getroffen, nun will er mehr Geld – doch der Handelsverband stellt sich quer. So kommt es in zahlreichen Städten erneut zu Streiks.

Düsseldorf – Im Tarifstreit in Nordrhein-Westfalens Einzelhandel kommt es zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi kündigte für Mittwoch Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Städten an, darunter Duisburg, Gelsenkirchen, Bonn, Köln, Essen und Düsseldorf. Es geht um die Innenstädte und um Standorte der Möbelhauskette Ikea. In Dortmund soll es eine Kundgebung geben – Beschäftigte von Ikea, Saturn, H&M und weiteren Ketten werden erwartet. Bereits Ende Mai war es in ganz NRW zu Streiks im Einzelhandel gekommen.

Streiks im NRW: Einzelhandel fordert wegen Corona-Einbußen mehr Geld – geringe Auswirkungen erwartet

Verdi fordert 4,5 Prozent mehr Geld und begründet dies unter anderem mit Finanzeinbußen der Beschäftigten in der Corona-Zeit, in der sie mit hohem Einsatz neue Konzepte wie Click & Collect umgesetzt oder trotz Angst vor einer Infektion weiter gearbeitet hätten.

Der Handelsverband NRW hält die Forderung für überzogen und bietet deutlich weniger – je nachdem wie stark die Firma betroffen war, soll es unterschiedliche Erhöhungsschritte geben. In der Vergangenheit hatten Warnstreiks im Einzelhandel häufig keine großen Auswirkungen für die Kundschaft, weil nur ein Teil der Belegschaft teilnahm und die Geschäfte trotzdem geöffnet waren. Ganz anders sah das vergangene Woche bei einem Saturn in Düsseldorf Flingern aus: 40 Mitarbeiter gingen auf die Straße, weil die Filiale schließen soll.

NRW-Einzelhandel streikt: Einzelhandel hat stark unter Corona gelitten – Supermarkt die Ausnahme

Am kommenden Dienstag (22. Juni) sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Der Einzelhandel ist ganz unterschiedlich durch die Pandemie gekommen. Während das Geschäft von Supermarktketten wie Edeka und Rewe brummte, mussten Modehändler, Warenhausbetreiber und andere stationäre Händler heftige Einbußen hinnehmen, auch weil ihre Geschäfte zeitweise geschlossen sein mussten. Im Einzelhandel sind in NRW laut Verdi rund 700.000 Beschäftigte tätig. Der 2019 abgeschlossene, zwei Jahre gültige Tarifvertrag hatte eine Erhöhung um zunächst 3 Prozent und später um 1,8 Prozent gebracht. (dpa/lnw)

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