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Tier-Drama in NRW: Entlaufene Kuh vier Stunden lang verfolgt – dann wird sie erschossen

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Von: Benjamin Stroka

Eine Kuh und ein Streifenwagen der Polizei (Montage).
Eine Kuh hielt am Dienstag im Nordosten von NRW die Polizei auf Trab (Symbolbilder/IDZRW-Montage). © Wassilis Aswestopoulos /Imago & Tim Oelbermann/Imago

In NRW wurde am Dienstag eine entlaufene Kuh erschossen. Das Tier konnte nicht eingefangen und war mehrfach über Bahngleise gelaufen. Es gab Sperrungen.

Hövelhof/Schloss Holte-Stukenbrock – Ein mehrstündiger Ausflug einer entlaufenen Kuh hat am Dienstag in Hövelhof (NRW) ein trauriges Ende genommen. Nachdem das Tier mehrfach auf Bahngleise lief und von Feuerwehr und Polizei nicht eingefangen werden konnte, wurde die Kuh durch einen Jäger erschossen.

Kuh in NRW entlaufen: Polizei muss Bahnstrecke sperren

Das Tier war am Dienstagmorgen (2. August) von einer Weide in Schloß Holte-Stukenbrock im Nordosten von NRW ausgebrochen. Kurz darauf hatten Zeugen die frei laufende Kuh auf der Straße gesehen. „Sie hatte mittlerweile die Bahnstrecke Paderborn-Bielefeld überquert und sorgte immer wieder für Behinderungen auf den Straßen“, teilt die Polizei am Mittwoch mit.

Die Bahnstrecke musste zwischenzeitlich gesperrt werden. Längere Zeit durften die Züge dort am Dienstag nur mit Sichtgeschwindigkeit fahren.

Schloss Holte-Stukenbrock: Entlaufene Kuh nach über vier Stunden erschossen

Gegen 8:30 Uhr lief die Kuh dann in ein Maisfeld nahe der Bahnstrecke. Die Einsatzkräfte verloren dadurch den Sichtkontakt zum Tier. Die Feuerwehr suchte das Feld mit einer Drohne ab. Erst gegen 9:50 Uhr wurde die Kuh im dichten Mais wiedergefunden. In der Zwischenzeit konnte auch der Halter der Kuh ermittelt werden. Der kam daraufhin zur Einsatzstelle, sah laut Polizeiangaben aber „keine Chance, das aufgebrachte Tier einzufangen“.

Als Nächstes wurden Tierärzte und Jäger kontaktiert. Es gab die Hoffnung, dass diese die Kuh mit einem Betäubungsgewehr ruhig stellen könnten. Doch das sei im Maisfeld nicht möglich gewesen. Dann lief die Kuh um 11:30 Uhr erneut auf die Bahngleise, was eine weitere Sperrung der Strecke zur Folge hatte. Gegen 12:20 Uhr nahm die Verfolgung ein trauriges Ende. Ein Jäger erschoss die Kuh im Bereich Unterems nahe der Bielefelder Straße. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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