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NRW: Mindestens 80 Menschen starben 2020 an Folgen einer HIV-Infektion

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Ein Mensch unterzieht sich einem HIV-Test.
Eine HIV-Infektion kann unbehandelt zu AIDS führen. (Symbolbild) © Sebastian Beltran Gaete/dpa/Agencia Uno

Im vergangenen Jahr sind in NRW mindestens 80 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion gestorben. Die meisten von ihnen waren Männer.

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen sind 2020 mindestens 80 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion (Humanes Immundefizienz-Virus) gestorben. Mehr als 80 Prozent der Verstorbenen waren Männer, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember mitteilte.

NRW: Mindestens 80 Menschen sterben an Folgen einer HIV-Infektion – Sterbefälle nahmen um 10 Prozent zu

Damit hat sich die Zahl der HIV-bezogenen Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr um fast 10 Prozent erhöht. Sie war aber um 21,6 Prozent niedriger als 2010. Das Durchschnittsalter lag bei 59,1 Jahren. Im Jahr 2010 hatte es noch bei 49,6 Jahren gelegen.

HIV: Ein Überblick über die Krankheit

HIV beschädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, also das Immunsystem. Ohne Behandlung führt die HIV-Infektion zu der schweren Krankheit Aids. Dies lässt sich jedoch mittels einer HIV-Therapie verhindern. Menschen mit HIV nehmen in der Regel 1-2 Tabletten täglich und gehen im Turnus von drei Monaten zu einer Kontrolluntersuchung. Mit diesen Vorkehrungen können HIV-Patienten gut und lange leben. Am häufigsten wird HIV beim Geschlechtsverkehr und beim Drogenkonsum ohne Schutzmaßnahmen übertragen, so die Deutsche Aidshilfe.

Die Statistiker wiesen darauf hin, dass es sich bei den genannten Zahlen um eine nachweisbare Untergrenze handelt, da eine HIV-Infektion bei der Ausstellung der Todesbescheinigung nicht immer bekannt ist. (nb mit dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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