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Flutkatastrophe in NRW: Noch immer Tausende Menschen ohne Strom

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Mehrere Personen in einem Kajak, die in einem dunklen Tunnel fahren.
Unzählige Stromanlagen wurden aufgrund des Hochwassers zerstört (Symbolbild) © Marc Gruber/Imago

Die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz hat bei tausenden Menschen für einen Stromausfall gesorgt. Ein Problem, das für viele Bewohner des Hochwassergebietes bis heute anhält.

Essen – Auch fast zwei Wochen nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind noch Tausende Menschen im Westen Deutschlands ohne Strom. Bei Haushalten mit rund 5800 Menschen sei es bislang trotz aller Bemühungen noch nicht gelungen, die Hausanschlüsse wiederherzustellen, berichtete der Stromversorger Westenergie am Dienstag. Aber auch dort, wo die Stromanbindung bereits repariert sei, könnten Schäden in der Hausinstallation dazu führen, dass die Menschen in ihren Häusern weiterhin keinen Strom hätten. Unmittelbar nach dem Unwetter waren im Unwettergebiet Westenergie zufolge sogar rund 200.000 Menschen ohne Strom.

Hochwasser in NRW: An Wiederherstellung der Stromversorgung wird mit Hochdruck gearbeitet

Aktuell arbeiten nach Unternehmensangaben rund 800 Mitarbeiter mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung. Alle von der Unwetterkatastrophe betroffenen Umspannanlagen seien inzwischen geprüft, teilweise gereinigt und fast vollständig wieder in Betrieb genommen worden. Bei größeren Schäden im Mittelspannungsnetz werde daran gearbeitet, die Stromversorgung so schnell wie möglich über Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wiederherzustellen.

Wo das vorgelagerte Netz wieder stabil ist, laufen Westenergie zufolge die Arbeiten in den lokalen Ortsnetzen auf Hochtouren. Hier würden Schäden in den Verteilungen der Ortsnetzstationen sowie bei Kabeln, Verteilerkästen und Hausanschlüssen aufgenommen und – wenn möglich – instandgesetzt, um die Wiederversorgung auch der noch rund 5.800 betroffenen Menschen zu ermöglichen. Grundsätzlich müsse aber für jedes Haus außerdem geprüft werden, ob Keller und Hausinstallationen frei von Wasser und einschaltbereit seien. Diese Prüfung sei Aufgabe von Installateurinnen und Installateuren. (dpa/lnw)

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