1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

NRW: Koalition will Sonderdezernat für Doping einrichten

Erstellt:

Eine Sitzung im NRW-Landtag.
Der Antrag soll demnächst in den Düsseldorfer Landtag eingebracht werden (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa

Die Regierungskoalition in NRW will eine Staatsanwaltschaft mit Schwerpunkt für Doping-Delikte einrichten. Der Antrag soll demnächst in den Landtag eingebracht werden.

Düsseldorf – Die schwarz-gelbe Koalition im Düsseldorfer Landtag setzt sich für ein zentrales Sonderdezernat für Doping bei der Staatsanwaltschaft ein. Es sollte am besten in der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten (ZeOS) angedockt werden, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU und FDP.

Die Fraktionen in Düsseldorf verweisen darauf, dass es vergleichbare Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften schon in Freiburg, München und Zweibrücken gibt: „In Nordrhein-Westfalen, dem Land mit den meisten Spitzensportlerinnen und -sportlern, besteht eine solche Zuständigkeitskonzentration bisher nicht.“

NRW: Doping fällt in Bereich Organisierte Kriminalität

In München habe sich die Zahl der Ermittlungsverfahren inzwischen aber zum Beispiel fast verzehnfacht. Da die Bekämpfung von Drogenhandel, Doping und des organisierten Handels mit illegalen Arzneimitteln dem Bereich der Organisierten Kriminalität zuzurechnen sei, wäre das Dezernat bei der ZeOS am besten aufgehoben: „Mit der ZeOS NRW hat die Landesregierung geeignete Strukturen geschaffen, die Hintermänner von kriminellen Netzwerken ins Hellfeld zu rücken.“

Der Antrag soll in der nächsten Plenarwoche in den Landtag eingebracht werden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant