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Geldautomaten-Attacken: Täter nutzen meistens Sprengstoff statt Gas – das steckt dahinter

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Ein zerstörter Geldautomat steht in der Filiale einer Bank in Köln.
Geldautomaten werden nun häufiger mit Sprengstoff zerstört. Das LKA erklärte in Düsseldorf die Ursache dafür. (Archivbild) © Oliver Berg/dpa

In Nordrhein-Westfalen nutzen die Täter bei Attacken auf Geldautomaten nun häufiger Sprengstoff. Das ist der Grund für ihre neue Methode.

Düsseldorf –  Bei Attacken auf Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen haben die Täter in diesem Jahr in rund 65 Prozent der Fälle Sprengstoff statt Gas benutzt. Bis Mitte vergangenen Jahres sei „das bevorzugte Tatmittel“ noch Gas gewesen, das in die Geldautomaten eingeleitet und entzündet wurde, so das Landeskriminalamt (LKA) in einer Stellungnahme für den Landtag in Düsseldorf. „Seitdem haben die Angriffe mittels Explosivmittel zugenommen.“

Attacke auf Geldautomaten in NRW: Darum nutzen Täter nun häufiger Sprengstoff

Als Grund nennt das LKA ein „Wettrüsten“ mit den Banken, die immer stabilere Geräte aufstellten - um Raubzüge zu verhindern. Tatsächlich beißen sich die Täter oft die Zähne an den Automaten aus: Laut LKA war 2015 nur knapp jede zweite Attacke ein Misserfolg. Im Jahr 2020 blieb es in 6 Prozent der Fälle beim Diebstahlsversuch, im laufenden Jahr bisher bei 76,5 Prozent.

„Allerdings verursachen auch die Taten, bei denen die Täter nicht zum Erfolg kommen, teils hohe Sachschäden“, heißt es in dem Papier. Denn durch den Einsatz von Sprengstoff statt Gas wird oft das gesamte Umfeld von Geldautomaten zerstört.

Ende Mai wurde übrigens auch ein Geldautomat in einem Hochhaus im Stadtteil Rondorf in Köln gesprengt. Die Anwohner hatten in der Nacht mehrere Explosionen gehört und zwei Männer auf einem Roller vom Tatort flüchten sehen, wie die Polizei mitteilte. Die Bankfiliale im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses sei erheblich beschädigt worden.

Verbrechen in NRW: Bislang 34 Geldautomaten-Attacken – das ist der Grund für die niedrige Zahl

Die Fallzahlen im Jahr 2021 liegen unterdessen „deutlich unter denen des Vorjahres“, so die Ermittler: Während in 2021 bislang 34 Taten verübt wurden (Stand 14. Juni), lag die Zahl zum gleichen Zeitpunkt 2020 bereits bei 97 Taten. Dies sei aber nur eine „Momentaufnahme“, begründet unter anderem durch die Lockdown-Maßnahmen in den Niederlanden, wo die Experten fast alle Täter vermuten. (nb mit dpa/lnw)

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