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Corona in NRW: Märkischer Kreis verhängt Ausgangssperre – Schotten dicht ab 21 Uhr

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Ausgangssperre im Oberbergischen Kreis im Januar 2021
Ein Polizist in der Innenstand von Gummersbach. Im Januar hatte der Oberbergische Kreis wegen Corona eine Ausgangssperre verhängt. Nun greift der Märkische Kreis zu diesem Mittel. © Markus Klümper/dpa

Weil es viele Infektionen im privaten Bereich gibt und die Inzidenz sehr hoch ist, verhängt der Märkische Kreis eine Ausgangssperre. Dies gilt ab Freitag (9. April).

Märkischer Kreis – Weil die Infektionszahlen anhalten hoch sind, verhängt der Märkische Kreis in NRW ab Freitag (9. April) eine Ausgangssperre. „Zentrale Maßnahme ist der Erlass einer Ausgangsbeschränkung von 21 Uhr abends bis fünf Uhr morgens“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Die Verfügung soll Anlehnung an die aktuelle Coronaschutzverordnung Nordrhein-Westfalens zunächst bis zum 18. April gelten. Darüber informiert die Verwaltung auf der Webseite des Kreises.

Mit Stand 9. April (00:00 Uhr) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut der Zahlen des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums im Märkischen Kreis bei 186,5 und ist laut der Kreis-Mitteilung seit 14. März nicht mehr unter die Marke 150 gesunken.

Ausgangssperre im Märkischer Kreis: Zu viele Infektionen im privaten Umfeld

Ausnahmen von der Ausgangssperre gelten unter anderem bei medizinischen Notfällen, für den Arbeitsweg oder die Berufsausübung, die Versorgung von Tieren oder für den Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern in deren Wohnung.

„Unsere Maßnahmen richten sich weiter an diejenigen, die mit unvorsichtigem und unkooperativem Verhalten das Infektionsgeschehen anfachen. Wir brauchen diese Verschärfungen, um gemeinsam die dritte Welle zu brechen und eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden und die gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu schützen“, sagt Landrat Marco Voge (CDU). So gebe es bedauerlicherweise weiterhin viele Corona-Infektionen im privaten Umfeld.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in NRW steigt wieder, die Lage wird immer angespannter. Ein Arzt der Uniklinik in Köln nannte die Lage „dramatisch“. Intensivmediziner hatten mit Blick auf die Situation von der Bundesregierung einen harten, mehrwöchigen Lockdown gefordert. Die Stadt Köln hat mit Blick auf die Lage auf den Intensivstationen am Freitag angekündigt, dass alle Lockerungen zurückgenommen werden. Außerdem gelten neue Alkohol- und Verzehrverbote.

Märkischer Kreis will Einhaltung der Ausgangssperre kontrollieren

Wie der Kreis weiter ankündigt, soll die Einhaltung der Ausgangssperre mit engmaschigen Kontrollen überprüft werden. Neben dem hohen Inzidenzzahlen spielt für die Entscheidung auch eine Rolle, dass im Märkischen Kreis „die ansteckendere, britische Mutation vorherrschend ist“. Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, sei daher unerlässlich. (pm/lys)

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