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NRW-Modellprojekte: In 14 Kommunen wird trotz Corona geöffnet – auch Außengastronomie

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Von: Lydia Mayer

Happy to see you steht auf der Fußmatte eines Ladens in der Fußgängerzone nrw
Ab 19. April beginnen Modellprojekte in NRW, bei denen Öffnungsmöglichkeiten trotz Corona getestet werden. © Friso Gentsch/dpa

Am Freitag hat Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP) die 14 Kommunen in NRW bekannt gegeben, die trotz Corona öffnen sollen. Auch Köln wird dabei sein.

Düsseldorf – Öffnen trotz Corona: Ob das ohne dramatische Auswirkungen auf die Sieben-Tage-Inzidenz möglich ist, soll ab Mitte April in 14 Kommunen in NRW getestet werden. Darüber hat Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft und Digitalisierung in NRW, am Freitag in einer Pressekonferenz informiert. In zwei Schritten solle mit den Modellprojekten gestartet werden.

Öffnen trotz Corona: NRW-Kommunen starten 14 Modellprojekte

Ab 19. April sollen laut Pinkwart Modellvorhaben in Ahaus, den Kreisen Coesfeld und Warendorf, den Städten Münster und Mönchengladbach und Paderborn sowie im Kreis Soest mit Projekten in der Stadt Soest und Lippstadt an den Start gehen.

In einem zweiten Schritt sollen, wenn es das Pandemiegeschehen zulässt, ab 26. April der Kreis Düren, die Städte Essen, Hamm, Krefeld, Lennestadt, Siegen und der Hochsauerlandkreis mit Projekten in den Städten Schmallenberg und Winterberg ihre Modellvorhaben beginnen. Auch die Stadt Köln wird ab 26. April dabei sein.

Dort soll es um Öffnungen in Kombination mit Testungen und Kontaktnachverfolgung im Bereich Kultur und Sport gehen. In zwei Kommunen sei auch die örtliche begrenzte Öffnung von Außengastronomie geplant.

Voraussetzung für den Beginn der Projekte war laut Pinkwart auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Würde die Inzidenz nach Projektbeginn mehrere Tage in Folge über diese Grenze steigen, müssten die Projekte abgebrochen werden.

Modellregionen für Öffnungen trotz Corona in NRW: digitale Ausstattung und Testung wichtig

Insgesamt 46 Kommunen haben sich laut Pinkwart als Modellregion beworben. Darunter auch die Stadt Düsseldorf. Die ging aber leer aus. Für die Auswahl der Kommunen für die Projekte war laut NRW-Wirtschaftsminister waren die Verwendung digitaler Tools und konsequente Testung wichtige Auswahlkriterien. Auch die regionale Verteilung und die kommunale Vielfalt mit Blick auf die Größe der Kommunen habe die Entscheidung beeinflusst.

Inwiefern die aktuellen Diskussionen und eine mögliche Entscheidung zu einem „Brückenlockdown“ einen Einfluss auf die Modellprojekte haben, konnte Minister Andreas Pinkwart nicht sagen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte den Vorschlag zu einem harten Lockdown bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine größere Zahl an Menschen geimpft ist, beim Besuch des Impfzentrums in Aachen am Ostersamstag erstmals formuliert.

Die Idee ist sehr umstritten, könnte aber Thema beim nächsten Bund-Länder-Gipfel sein. Wann der nächste stattfinden wird, ist noch unklar. Der ursprünglich für Montag anberaumte Gipfel wurde abgesagt.

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