Monheim, Emmerich, Köln, Marsberg

Greensill-Insolvenz: Vier NRW-Kommunen betroffen

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Die Greensill-Bank hat Insolvenz angemeldet. (Symbolbild)

Von der Insolvenz der Greensill-Bank sind auch vier Kommunen in NRW betroffen. Sie zittern nun um ihr Geld. Besonders viel Geld hat die Stadt Monheim bei der Bank angelegt.

Köln – Mit Marsberg im Sauerland ist eine vierte NRW-Kommune von der Insolvenz der Bremer Greensill-Bank betroffen. Die Kleinstadt mit rund 20 000 Einwohnern, etwa 200 Kilometer von Köln entfernt, hat 2,5 Millionen Euro bei dem Finanzinstitut angelegt. Dies geht aus einem Bericht des NRW-Kommunalministeriums hervor, das die Städte und Gemeinden abgefragt hatte. Bereits bekannt ist, dass die Kommune Monheim am Rhein 38 Millionen Euro angelegt hat und damit so viel wie keine andere deutsche Kommune. Die städtischen Kölner Bühnen haben Festgelder über 15 Millionen Euro bei der Bank und die Stadt Emmerich sechs Millionen Euro.

Greensill-Bank insolvent: Auch NRW Kommunen sind betroffen – Städte zittern um ihr Geld

Bundesweit sind mehrere Dutzend Kommunen betroffen. Sie wollten Negativzinsen vermeiden und entschieden sich - auch auf Vermittlung von Finanzdienstleistern - zur mehr oder weniger kurzfristigen Geldanlage bei der Greensill Bank, die etwas bessere Zinssätze anbot als Wettbewerber. Doch das vermeintlich gute Geschäft wurde zum Flopp, nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Dienstag zittern die Städte mehr denn je um ihr Geld. Es droht ein Totalausfall, auch weil sie in dem vermutlich jahrelangen Insolvenzverfahren keine Vorrangstellung bekommen zur Bedienung ihrer Ansprüche.

In dem Schreiben, das an den Kommunalausschuss des NRW-Landtags gerichtet ist, weist die Landesregierung in Düsseldorf darauf hin, dass bei Kapitalanlagen den Kommunen Risiken „bekannt, begrenzt und beherrschbar“ sein müssen. Die Kommunen müssten rechtliche Vorgaben im Rahmen ihrer Finanzhoheit eigenverantwortlich umsetzen, heißt es.

NRW: Monheim und andere Kommunen von Greensill-Insolvenz betroffen – interne Aufarbeitung

Monheim und andere Kommunen arbeiten derzeit intern auf, wie es zu den strittigen Geldanlagen gekommen ist. Bisherige Äußerungen machen aber klar, dass sie den schwarzen Peter eher bei der Bundesaufsicht Bafin, bei den Finanzanlagen-Vermittlern und bei Greensill selbst sehen. (nb mit dpa)

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