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NRW: Plünderungen im Katastrophengebiet – Transporter mit Diebesgut sichergestellt

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Ein Blaulicht ist auf dem Dach eines zivilen Einsatzfahrzeuges der Polizei zu sehen.
Der Transporter war mit Fahrräder, Stühlen und einen Tretroller aus Altena beladen. Die Polizei konnte das Fahrzeug in Plettenberg stoppen. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Plünderungen in Hochwassergebieten: In Plettenberg hat die Polizei einen Transporter mit Fahrrädern aus Altena sichergestellt.

Altena/Plettenberg – Während Betroffene in Katastrophengebieten vor dem Nichts stehen, in Notunterkünften unterkommen müssen und sogar Freunde oder Bekannte vermissen, nutzen immer mehr Diebe die Notlage der Menschen aus. So erreichten die Polizeidienststellen in Euskirchen, Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis mehrere Anrufe wegen Plünderern. Und auch in der Stadt Altena haben Diebe nun zugeschlagen und einen Transporter mit zwölf Fahrrädern, einem Tretroller und Stühlen vollgeladen, die sie dort einfach mitgenommen hatten. In Plettenberg stellte die Polizei den Transporter und das Diebesgut nun sicher.

Wie die Polizei zuvor berichtete, fuhren seit Freitag mehrere Schrottsammler durch die Hochwassergebiete von Altena und luden Elektrogeräte und Metallschrott ein. Die Polizei musste deshalb bereits 13 Mal ausrücken.

Altena: Plünderer sammeln Fahrräder in Altena ein – Polizei stellt Anzeige wegen Diebstahls

In Plettenberg konnte die Polizei nun einen Transporter mit zwölf verschlammten Fahrrädern, einem Tretroller und Stühlen stoppen. Die Insassen gaben an, die Gegenstände in Altena eingesammelt zu haben. Die Stadt war vergangene Woche von Hochwasser überschwemmt worden. Da keine der Personen über eine gewerbliche Erlaubnis zum Schrott sammeln verfügte, stellten die Beamten alle Gegenstände sicher - und zeigten die Männer wegen Diebstahls an.

Plünderungen in Katastrophengebieten: Verdächtige Personen sollen über Notruf gemeldet werden

Da es nach Angaben der Polizei im Märkischen Kreis in den vergangenen Tagen vermehrt zu Diebstählen im Katastrophengebiet gekommen ist, hat sie ihr Präsenz besonders im Raum Altena verstärkt: „Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verdächtige Personen oder Fahrzeuge sofort über Notruf 110 zu melden.“

Plünderungen in Stolberg bei Aachen: Polizei nimmt Verdächtigen in Juweliergeschäft fest

Auch in Stolberg bei Aachen kam es zu einzelnen Plünderungsversuchen. Dort hatten Zeugen gemeldet, dass sich Personen in überschwemmten Läden und Geschäften befänden. Die Polizei nahm daraufhin einen Verdächtigen in einem Juweliergeschäft fest. Zudem flüchteten mehrere Unbekannte, als Beamte an den anderen Tatorten - einem Supermarkt und einer Drogerie - eintrafen. Eine Hundertschaft der Polizei zeigte daraufhin verstärkt Präsenz, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen.(nb mit dpa/lnw)

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