Für Farbstoffe oder Insektizide verwendet

Ludwigshafen: Nach Brand bei BASF läuft chemischer Stoff in den Rhein – Gefahr auch für NRW?

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Auf dem Werksgelände von Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen hat es einen Brand gegeben. Ein chemischer Stoff ist in den Rhein gelaufen.

Wegen eines Brands beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen ist ein chemischer Stoff in den Rhein gelaufen. Welche Gefahr geht davon aus?

Update vom 3. März, 16:10 Uhr: Auf Nachfrage von 24RHEIN erklärte das Landesumweltamt Rheinland-Pfalz, man gehe nicht davon aus, dass eine Gefährdung besteht, da der Stoff wasserlöslich sei.

Chemikalie läuft nach Brand bei BASF in den Rhein

Erstmeldung vom 3. März, 14:10 Uhr: Ludwighafen - In einer Anlage des Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen hat es am Mittwoch gebrannt. Mindestens 150 Kilogramm des Stoffs Methyldiethanolamin, der als schwach wassergefährdend eingestuft ist und schwere Augenreizungen verursachen kann, sind über Kühlwasserkanäle in den Rhein gelangt, wie es in einer BASF-Mitteilung heißt. Methyldiethanolamin ist eine luftempfindliche farblose Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Farbstoffen, Insektiziden oder Pharmaka verwendet wird.

Aus einem Sicherheitsdatenblatt zu dem Stoff geht hervor, das er nicht in die Kanalisation gelangen darf und schädlich für Wasserorganismen ist. Zudem ist die Chemikalie demnach wasserlöslich und kann sich in Wassersystemen ausbreiten. Eine Antwort vom Landesumweltamt Rheinland-Pfalz, welche Auswirkungen die Chemikalie hat, und ob die möglicherweise auch nach NRW fließen kann, steht noch aus. (Stand 3. März 2020, 14:35 Uhr)

Brand bei BASF Ludwigshafen: Austritt von entzündlichem Gas ist Ursache

Im Werkteil Nord war demnach neben Methyldiethanolamin das extrem entzündbare, beim Einatmen giftige Gas Oxogas ausgetreten. Nachfolgend sei es zu einem Brand gekommen, auch Rauch sei kurzzeitig sichtbar gewesen. Den Angaben zufolge war der Brand am Mittwochmittag unter Kontrolle. Bei Messungen wurden laut BASF keine erhöhten Werte in der Luft festgestellt.

Wie es zu dem Austritt der Stoffe kommen konnte, steht derzeit noch nicht fest. Ein Mitarbeiter, der sich nahe der Austrittsstelle befunden habe, sei vorsorglich in die Werksambulanz gebracht worden, hieß es. (dpa/lrs) 

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