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Schule in NRW: Präsenz-Unterricht ab Montag – im Wechselmodell und mit Corona-Schnelltests

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Von: Lydia Mayer

Ein Corona-Selbsttest, fotografiert neben dem Etui eines Grundschülers.
Es soll in NRW für jeden Schüler im Präsenzunterricht zwei Selbsttests pro Woche geben. © Julian Stratenschulte/dpa

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen dürfen Kinder kommende Woche zurück ins Klassenzimmer. Unterrichtet werden soll im Wechselmodell, aber nur solange die Inzidenz unter 200 liegt.

Düsseldorf – Die Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag wieder zurück in die Klassenzimmer kehren dürfen – in einem Wechselmodell. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Mittwoch aus Koalitionskreisen.

In dieser Woche waren die meisten Schüler direkt nach Ende der Osterferien wegen ansteigender Corona-Zahlen wieder im Distanzunterricht zu Hause. Ausgenommen waren die Abschlussklassen. Über Details der Neuregelung wollte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwochnachmittag informieren.

Unterricht im Wechselmodell in NRW: Ab Inzidenz 200 kein Präsenzunterricht mehr

Die Möglichkeit, abwechselnd wieder in den Unterricht zurückzukehren, wird nach dpa-Informationen gedeckelt: Wo die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, darf es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Damit nimmt NRW die Regelung der geplanten „Corona-Notbremse“ des Bundes vorweg.

Laut bisherigem Entwurf sieht die Änderung des Infektionsschutzgesetzes das vor: Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 200, so wird ab dem übernächsten Tag der Präsenzunterricht in Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnlichen Einrichtungen verboten.

Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich. Die Schul-Notbremse soll demnach außer Kraft treten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen wieder unter dem Wert von 200 liegt.

Rückkehr in den Präsenzunterricht in NRW: Schnelltests für Schüler und Lehrer aller zwei Tage

Darüber hinaus müssen Schüler und alle Schul-Beschäftigten, die vor Ort präsent sind, zweimal wöchentlich getestet werden. Die Opposition in NRW hatte bereits die Vermutung geäußert, dass die Schüler nach den Osterferien zurück in den Unterricht von zu Hause aus geschickt worden seien, weil nicht genügend Tests für die Schulen vorhanden gewesen seien. Die Schulministerin hatte das zurückgewiesen. Auch der Städtetag Nordrhein-Westfalen hatte bezweifelt, dass genügend Corona-Tests zur Verfügung stehen,

Mit Blick auf die geplanten Selbsttests an Schulen in Nordrhein-Westfalen hagelt es aber auch vonseiten der Eltern Kritik. Die Landeselternkonferenz berichtete am Dienstag, es gebe „enormen Widerstand“ gegen die Tests. Die Handhabung, Datenschutz und die Angst bloßgestellt zu werden, wenn ein Kind vor anderen Mitschülern ein positives Ergebnis erhält, wurden als Gründe genannt. (dpa/lys)

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