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NRW-Eltern könnten im kommenden Winter öfter auf Schulfrei pochen

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Von: Kathrin Ostroga

Mit dem September sind die Temperaturen in NRW deutlich gefallen. Eltern machen sich jetzt Sorgen um den Winter.

NRW – Der Sommer ist vorbei. Das merken wir nicht nur am Spekulatius im Supermarkt und der Polarluft in NRW, sondern auch aufgrund der politischen Diskussionen. Die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW bringt die Temperatur in Klassenräumen als Thema zurück. Im letzten Winter hatte das Stoßlüften für dicke Jacken gesorgt. In diesem Jahr kommt die Energiekrise obendrauf, berichtet RUHR24.

ThemaKältefrei
OrganisationLandeselternschaft der integrierten Schulen in NRW
GründeCorona, Klimawandel, Angriffskrieg in der Ukraine

Energiekrise im Winter – Eltern in NRW sorgen sich vor kalten Klassenräumen und fordern „Kältefrei“

Auch wenn die Reglung in Schulen nicht greifen soll: Wegen der Energiekrise werden die Heizungen in öffentlichen Gebäuden heruntergedreht. Seit dem 1. September gilt die neue Energiesparverordnung der Bundesregierung. Diese schreibt vor, dass auf nicht mehr als 19 Grad in öffentlichen Gebäuden geheizt werden darf. Flure dürfen gar nicht mehr geheizt werden.

Betroffen sind neben der Verwaltung auch Kinos, Museen, Friseure und Supermärkte, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Wer körperlich schwer Arbeit soll das sogar bei nur 12 Grad tun. Kitas, Krankenhäuser, Arztpraxen und auch Schulen sollen von der Temperatursenkung aktuell nicht betroffen sein. Dennoch steigt bei Eltern die Sorge vor dem Winter.

Energiekrise und Stoßlüften wegen Corona im Winter: Kältefrei kommt ins Gespräch

Denn trotz der Ausnahmeregelung dürften auch Schulen Interesse daran haben, Energie und damit Geld zu sparen. Wegen der Solidarität zur Ukraine im russischen Angriffs dreht der Kreml immer öfter am Gashahn. Die Folge sind ausbleibende Gaslieferungen und hohe Preise in Deutschland. Darüber hinaus macht es auch wegen des Klimawandels Sinn, Energie zu sparen.

Es dürfte also klar sein, dass auch Schulen in NRW nicht mehr als nötig heizen werden. Hinzu kommt die Sorge vor dem Coronawinter. Experten wie Virologe Christian Drosten rechnen auch in diesem Jahr wieder mit deutlich mehr Coronainfektionen zum Winter hin. Im letzten Jahr war deshalb Stoßlüften angesagt, um die Schülerinnen und Schüler vor einer Infektion zu schützen.

Landeselternschaft NRW macht sich für Kältefrei stark: „Wir brauchen klare Regeln“

In einigen Klassen sollen dabei Temperaturen von unter 10 Grad gemessen worden sein. Zusammengefasst lässt sich also sagen: Es dürfte auch in diesem Jahr kalt in vielen deutschen Klassenräumen werden. Die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW (Leis) schlägt deshalb Alarm und fordert „Kältefrei“ bei zu niedrigen Temperaturen (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Kältefrei Landeselternschaft NRW
Die Landeselternschaft fordert eine Reglung zu „Kältefrei“. © Christoph Reichwein/Imago

„Wir brauchen klare Regeln, ab welcher Temperatur über einen gewissen Zeitraum in konkreten Klassenräumen der Unterricht untersagt wird. – Man könnte dies auch als kältefrei bezeichnen. Und diese müssen lange genug vorher durch den Landtag abgesegnet sein“, schreibt eine Leis-Sprecherin in einer Stellungnahme, aus der zum Beispiel die WAZ zitiert.

Von Leis-Vorstand Steffen Bundrück heißt es: „Uns ist bewusst, dass die Städte die Last des Heizens kaum selbst stemmen können. Wenn aber Schülerinnen und Schüler schon zu Hause keine warme Wohnung haben, sollten sie sich zumindest in der Schule bei angemessenen Temperaturen aufhalten können“.

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