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NRW: Wie lange geht der Distanzunterricht an Schulen? Ministerium will keine Prognose abgeben

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Eine leere Schulklasse.
In NRW findet nach den Osterferien zunächst wieder Distanzunterricht statt (Symbolbild). © IMAGO / Jochen Tack

Schüler in NRW sind nach den Osterferien wieder im Distanzunterricht. Vorerst für eine Woche, aber ob es wirklich dabei bleibt, lässt Schulministerin Gebauer noch offen.

Update vom 12. April, 10:18 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat einen Zeitpunkt für die Rückkehr der Mehrheit der Schüler in ihre Klassenräume vorerst offen gelassen. „Wenn wir die Glaskugel hätten, dann wäre es einfacher für alle Beteiligten“, sagte sie am Montagmorgen dem WDR auf die Frage, wie die Situation in der kommenden Woche aussehen werde. Das Infektionsgeschehen habe sich in den vergangenen Tagen nochmals dramatisch verändert. „Das müssen wir uns natürlich alles genau anschauen, um dann zu entscheiden, wie es ab kommender Woche weitergeht“, sagte Gebauer. Eine Entscheidung solle so schnell wie möglich getroffen werden. Die Situation sei aber „sehr instabil“.

In Nordrhein-Westfalen hat der Unterricht nach den Osterferien am Montag wieder im Homeschooling begonnen – mit Ausnahme der Abschlussklassen. Zunächst soll die Maßnahme, die aufgrund der Corona-Lage getroffen wurde, für eine Woche gelten. (bs/dpa/lnw)

NRW: Schulen gehen nach den Osterferien wieder in den Distanzunterricht – doch es gibt eine Ausnahme

Erstmeldung vom 9. April, 10:36 Uhr: Düsseldorf – Die meisten der 2,5 Millionen Schüler Nordrhein-Westfalens werden nach den Osterferien angesichts der nach wie vor hohen Corona-Inzidenzzahlen erst einmal nicht in die Klassenräume zurückkehren. Sie sollen Distanzunterricht erhalten. Die Kindergärten im bevölkerungsreichsten Bundesland bleiben dagegen im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Das kündigte am Donnerstag die nordrhein-westfälische Landesregierung an.

NRW: Nach den Osterferien gibt es wieder Distanzunterricht – Ausnahme gilt für Abschlussklassen

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte in Düsseldorf, mit Ausnahme der Abschlussklassen werde ab Montag Distanzunterricht für alle anderen Schüler in NRW stattfinden. Das gelte für eine Woche, danach werde man je nach Infektionsgeschehen über das weitere Vorgehen beraten. Die Maßnahme solle größtmögliche Sicherheit geben, sagte sie zur Entscheidung der Landesregierung wenige Tage vor dem Ferienende im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Nur für die Schüler der Abschlussklassen in den weiterführenden Schulen soll nach den Osterferien weiter Präsenzlernen in den Klassenräumen möglich sein. Die Abiturprüfungen sollen wie geplant am 23. April 2021 beginnen.

Coronavirus-Bekämpfung in den Schulen: Das gilt ab dem 19. April in NRW

Das Infektionsgeschehen nach der ersten Osterferienwoche und dem Osterfest sei mit diffusen Infektionsausbrüchen noch schwer einzuschätzen und erfordere eine Anpassung des Schulbetriebes in der kommenden Woche, betonte die Ministerin. Ab dem 19. April soll der Unterricht – sofern es das Infektionsgeschehen zulasse – dann wieder im Wechselmodus laufen - also mit Präsenzanteilen und in halbierter Klassenstärke.

Coronavirus in NRW: In Kindergärten gilt weiter der eingeschränkte Regelbetrieb

In den Kindergärten in NRW bleibt es dagegen auch nach den Osterferien bei der pauschal um zehn Wochenstunden reduzierten Betreuung in festen Gruppen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) begründete das ebenfalls mit „der derzeit unsicheren Entwicklung des Infektionsgeschehens“. NRW geht hier aber nicht zurück in den „Notbetrieb“ mit stark eingeschränktem Zugang nur für Eltern bestimmter Berufsgruppen und besonders Bedürftige.

Kitas in NRW: Nach den Osterferien gibt es kostenlose Selbsttests auch für Kinder

Erstmals wird es nach den Osterferien kostenlose Selbsttests nicht nur für die Beschäftigten in Kitas sowie Tageseltern geben, sondern auch für die Kinder. „Die Eltern erhalten für ihre Kinder ab der kommenden Woche zwei Tests“, kündigte Stamp an. „Die Anwendung der Schnelltests erfolgt auf freiwilliger Basis“, heißt es im Informationsschreiben des Ministeriums.

Auch wenn die kommende Woche den Schulen und den Familien erneut viel Kraft abverlangen werde, sei es richtig, vorsichtig zu sein, meinte die Lehrergewerkschaft VBE. Die Grünen-Landtagfraktion mahnte, für die Abschlussjahrgänge dürfe der Unterricht in der Schule nur in kleinen Lerngruppen stattfinden. Die SPD sprach von einer Kehrtwende und „Bankrotterklärung mit Ansage“.

Schulen in NRW: Testpflicht für Schüler im Präsenzunterricht

Gebauer betonte, im Präsenzbetrieb an den Schulen werde es eine Testpflicht mit zwei Selbsttests pro Woche für alle Personen geben. Das werde in der Landesverordnung geregelt. „Die Testpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und für sonstiges an der Schule tätiges Personal gleichermaßen.“

Im Falle der Schüler bleibe Testort die Schule, so wie es vor den Ferien angelaufen war. „Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.“ Bei Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf könne die Schulleitung Selbsttests Zuhause unter elterlicher Aufsicht zulassen. Man gehe von einem wöchentlichen Bedarf von 5,5 Millionen Selbsttests für die Schulen aus, deren Versand mit Verzögerung am Donnerstag begonnen habe.

Coronavirus: Verdi fordert Laschet auf, Brücken-Lockdown auch anzuwenden

Die Gewerkschaft Verdi forderte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auf, den von ihm proklamierten „Brücken-Lockdown“ wenigstens in NRW auch anzuwenden. Reduzierte Betreuungszeiten beinhalteten noch keinen Schutz vor Ansteckungen, kritisierte Landeschefin Gabriele Schmidt. Mittlerweile sei erwiesen, dass Kinder vermehrt Träger des Coronavirus seien. Auch Testen biete keinen ausreichenden Schutz für die Kita-Beschäftigten in NRW. (nb mit dpa)

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