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NRW: Steuereinnahmen von rund 70 Milliarden Euro für 2021 ‒ deutlich höher als Prognose

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Finanzamt von außen, Schriftzug „Finanzamt“, daneben NRW-Landeswappen
Die Steuereinnahmen in NRW sind 2021 deutlich höher ausgefallen als ursprünglich erwartet (Symbolbild). © teutopress GmbH/Imago

Die Steuereinnahmen in NRW sind in Jahr zwei der Corona-Pandemie um fast sechs Milliarden höher ausgefallen, als ursprünglich erwartet.

Köln ‒ Die Steuereinnahmen in Nordrhein-Westfalen sind im zweiten Corona-Jahr 2021 höher ausgefallen als erwartet. Mit 68,2 Milliarden Euro lagen sie um 5,7 Milliarden Euro höher als bei der Aufstellung des Haushaltes im November 2020 prognostiziert, wie das nordrhein-westfälische Finanzministerium am Dienstag gestützt auf vorläufige Zahlen mitteilte. Geringere Ausgaben in den Bereichen Personal, Zinsen und Landesmaßnahmen für Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge führten außerdem zu Einsparungen von fast 1,5 Milliarden Euro gegenüber den Planungen.

Steuereinnahmen NRW: Rettungsschirm durch Kreditaufnahme „aktuell nicht erforderlich“

„Unter Berücksichtigung dieser Verbesserungen und des Verzichts auf die Entnahmen aus Rettungsschirm und Rücklage verbleibt ein Haushaltsüberschuss in Höhe von rund 1,05 Milliarden Euro“, berichtete das Finanzministerium. Er werde in voller Höhe dem Sondervermögen „NRW-Rettungsschirm“ zugeführt. Dadurch erhöhe sich der aktuelle Bestand des Rettungsschirms an liquiden Mitteln auf rund 5,4 Milliarden Euro.

Damit könnten sowohl die durch das Haushaltsgesetz festgelegten als auch die durch den Haushalts- und Finanzausschuss (HFA) bisher bereits bewilligten, aber noch nicht vollständig abgeflossenen Ausgaben für Landesmaßnahmen vollumfänglich aus dem Bestand des Rettungsschirms geleistet werden. Eine weitere Inanspruchnahme des Rettungsschirms durch die Aufnahme neuer Kredite sei daher aktuell nicht erforderlich.

Anders als in anderen Bundesländern: Corona-Belastungen in NRW von allgemeinem Haushalt getrennt

Der Hintergrund: Nordrhein-Westfalen trennt die coronabedingten Belastungen vom allgemeinen Haushalt ohne coronabedingte Sondereffekte. Hierzu wurde im März 2020 vom Parlament der am Kreditmarkt finanzierte NRW-Rettungsschirm mit einem Volumen von bis zu 25 Milliarden Euro eingerichtet, aus dem alle Maßnahmen zur Bewältigung der direkten und indirekten Folgen der Corona-Krise finanziert werden. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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