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NRW: An Flüssen in der Eifel und im Sauerland steigen Wasserstände

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Mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr auf einer überschwemmten Straße.
Auch in der Eifel und im Sauerland haben Feuerwehrkräfte mit Regenmassen zu kämpfen. (Symbolbild) © Tim Oelbermann/Imago

In Nordrhein-Westfalen kommt es derzeit zu heftigen Unwettern. Die Regionen und Städte kämpfen mit enormen Wassermassen – so auch in der Eifel und im Sauerland.

Duisburg (dpa/lnw) - Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Flüssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte überschritten. „Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fläche und Intensität absolut ungewöhnlich“, sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg.

Heftige Regenfälle in NRW: Sauerland und Eifel stark betroffen – Wasserstände steigen

So führten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass örtliche Überflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelstände von Inde und Wurm nach „langanhaltendem Bindfadenregen“ Sorgen. Beide Gewässer münden in die Rur und lassen auch dort die Wasserstände steigen. So drohte am Mittwoch der Fluss Inde den historische Stadtkern von Kornelimünster in Aachen zu überfluten, wie die Stadt mitteilte.

Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach für das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten. „Die Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gewässern bemerkbar machen“, sagte Mehlig.

Unwetter in NRW: Auch Solingen, Köln und Düsseldorf von Wassermassen betroffen

Doch auch in Solingen, Köln und Düsseldorf nehmen die Wasserstände zu. In Solingen haben Feuerwehrkräfte mit Sandsäcken einen Schutzdamm gebaut, um ein Übertreten der Wupper zu verhindern. In Köln steigt der Rheinpegel immer weiter an, sogar der Schiffsverkehr könnte dort bald eingeschränkt werden. Und in Düsseldorf-Grafenberg sollen Anwohner ihre Häuser nun wegen Überflutung verlassen.

NRW: Unwetterwarnungen gelten bis Donnerstagmorgen

Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit Gewittern und extremem Starkregen gelten für den Südwesten von Nordrhein-Westfalen noch bis zum Donnerstagmorgen. Dann könnten erneut Eifel, Sauerland, Rheinland, Ruhrgebiet und Bergisches Land von neuen heftigen Niederschlägen betroffen sein. (nb mit dpa/lnw)

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