1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Durch Homeoffice und mehr Hygiene: Deutlich weniger Kranke in NRW

Erstellt:

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegt auf einem Tisch.
Die Krankschreibungen in NRW gingen 2021 deutlich zurück (Symbolbild). © Manngold / Imago

In NRW gab bislang deutlich weniger Krankschreibungen als im Vorjahr. Vor allem Erkältungen gingen zurück, dafür stieg die Zahl bei psychischen Erkrankungen.

Düsseldorf – Der krankheitsbedingte Arbeitsausfall ist im ersten Halbjahr 2021 in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der DAK-Gesundheit deutlich zurückgegangen. Grund dafür seien Homeoffice und verstärkte Hygienemaßnahmen, teilte die Krankenkasse in Düsseldorf mit. „In Berufen, in denen die Teams vermehrt im Homeoffice arbeiten konnten, war der Rückgang an Fehltagen im Durchschnitt deutlicher als in Berufen, die eine hohe Präsenz am Arbeitsplatz erfordern“, berichtete die Kasse. Dort hätten sich Corona-Schutzmaßnahmen wie Masken und Plexiglasscheiben positiv ausgewirkt und Atemwegserkrankungen verhindert.

NRW: Weniger Kranke vor allem in Verwaltungsberufen

Für die Studie wurden Daten von 400.000 Arbeitnehmern ausgewertet. Demnach hatten die Beschäftigten im ersten Halbjahr 2021 im Schnitt zwölf Prozent weniger Fehltage als im Vorjahreszeitraum. In Verwaltungsberufen gab es einen deutlichen Rückgang von 27,6 Prozent. Bei Erziehern dagegen nur 3,4 Prozent weniger Ausfalltage als in der ersten Hälfte 2020. „Wo die Abstandsregeln nicht oder nur schwer einzuhalten sind, können sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deutlich weniger vor Infektionen schützen“, meinte Klaus Overdiek, DAK-Chef NRW.

Weniger Kranke in NRW – aber Zuwachs bei Rückenleiden und psychischen Erkrankungen

Laut der Studie wurden in der ersten Hälfte 2021 weniger Krankentage wegen Erkältungen oder Bronchitis verzeichnet. Die meisten Fehltage entfielen unverändert auf Rückenleiden und psychische Erkrankungen – beide mit einem Zuwachs gegenüber dem ersten Halbjahr 2020. Die DAK ist die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands und hat 5,6 Millionen Versicherte, davon über eine Million in NRW.

Derweil steigen in vielen Städten in NRW wieder die Corona-Zahlen. Köln liegt bei der 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp unter dem Schwellenwert von 35. Düsseldorf hat diese Marke bereits übertroffen. (dpa/lnw)

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant