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Sturmtief „Klaus“ in NRW: Nach Wetter-Chaos am Donnerstag – keine größeren Schäden in der Nacht

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Von: Mick Oberbusch, Stefanie Knupp, Johanna Werning

Höhenretter der Düsseldorfer Feuerwehr besprechen sich vor dem Turm der Maxkirche in der Altstadt
Weil das Kreuz der Maxi-Kirche in Düsseldorf wegen Sturmtief „Klaus“ herunterzufallen drohte, wurde es von Höhenrettern gesichert. © Marcel Kusch

Es ist ungemütlich in NRW. Wie der Deutsche Wetterdienst angekündigt hat, fegt Sturmtief „Klaus“ über das Bundesland. Die Feuerwehr ist seit Donnerstagvormittag im Dauereinsatz.

Düsseldorf – Die Polizei hat am frühen Freitagmorgen zunächst keine größeren Einsätze wegen des Sturms in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Es sei sehr ruhig geblieben, hieß es bei den Leitstellen. Am Donnerstagabend hatte Sturmtief „Klaus“ noch für mehrere Einsätze im Land gesorgt. So geriet ein 23-Jähriger bei Bielefeld mit seinem Auto unter einen entwurzelten Baum. Er wurde leicht verletzt. In Düsseldorf drohte – vermutlich ebenfalls infolge des Sturms – ein Kreuz von einem Kirchturm zu stürzen. Höhenretter der Feuerwehr waren rund drei Stunden im Einsatz und konnten das Objekt von innen teilweise sichern. (bs/dpa/lnw)

Sturmtief „Klaus“ in NRW: Düsseldorfer Wehr rückt 42 Mal aus – Straße wegen losem Kirchen-Kreuz gesperrt

Update vom 11. März, 18:47 Uhr: Die Düsseldorfer Feuerwehr hat eine erste Bilanz gezogen. Wegen Sturmtief „Klaus“ mussten die Wehren der Landeshauptstadt zwischen 10 und 18 Uhr 42 mal ausrücken. Menschen wurden laut Düsseldorfer Feuerwehr bisher nicht verletzt.

Vor allem umgestürzte Bäume und lose Dächer beschäftigten die Düsseldorfer Kameraden. In Derendorf hatte sich an der Essener Straße ein rund neun Quadratmeter großes Dach eines Gartenhauses gelöst und war durch die Luft geflogen. Am Kieshecker Weg in Lohausen im Bereich des Flughafens Düsseldorf hat gegen 14. 30 Uhr ein umgestürzter Baum die Oberleitung der S-Bahnlinie beschädigt. Zwei Stunden brauchte die Feuerwehr, bis der Einsatz beendet war.

Besonders spektakulär war der Einsatz an der Maxikirche auf der Schulstraße in Düsseldorf-Carlstadt. Das das Kreuz auf der Turmspitze der Maxkirche schwankte im Wind so stark, dass die Feuerwehr es sichern und die angrenzenden Straßen sperren musste. (siehe Update von 17:40 Uhr).

Sturmtief Klaus lässt Düsseldorfer Kirchenkreuz schwanken: Schulstraße in Carlstadt bleibt gesperrt

Update vom 11. März, 17:40 Uhr: Höhenrettern der Feuerwehr gelang es am Nachmittag, das Kreuz der Maxkirche in der Altstadt von innen teilweise zu sichern. Dennoch sei die Gefahr, dass das Kreuz herabstürzt, noch nicht ganz gebannt, sagte ein Sprecher am Donnerstagnachmittag. „Das ist nicht ganz auszuschließen.“ Für die Feuerwehr sei der Einsatz nach gut drei Stunden aber beendet. Der Bereich bliebe vorerst abgesperrt, sagte die Feuerwehr. (dpa)

Update vom 11. März, 16:50 Uhr: Die Feuerwehr Köln berichtet auf Twitter: „Bisher gab es rund 50 sturmbedingte Einsätze im Stadtgebiet.“ Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr seien im Einsatz, berichtet ein Sprecher auf Nachfrage von 24RHEIN. „Wir haben schon merklich mehr Einsätze“, so der Sprecher, es sei allerdings „nichts Herausragendes“ dabei. Personenschäden habe es nicht gegeben. (sk)

Sturmtief „Klaus“ über NRW: Kreuz droht von Düsseldorfer Kirche zu fallen – Köln warnt vor Aufenthalt im Freien

Update vom 11. März, 16:10 Uhr: In der Essener Innenstadt ein Passant von einer herabstürzenden Dachpfanne am Kopf getroffen worden. Der Mann kam ins Krankenhaus, wie die Polizei berichtete. Er sei vermutlich nicht schwerer verletzt worden. Auch ein Auto sei durch die Dachpfanne in Mitleidenschaft gezogen worden. (dpa)

Höhenretter der Düsseldorfer Feuerwehr klettern im Turm der Maxkirche in der Altstadt
Höhenretter erkunden das wackelnde Kirchenkreuz in der Düsseldorfer Altstadt. © Marcel Kusch/dpa

Update vom 11. März, 16 Uhr: Neues aus der Düsseldorfer Altstadt: Fünf Höhenretter sind aktuell dabei, die Lage rund um das absturzgefährdete Kirchenkreuz von Innen zu erkunden. Für den Einsatz einer Drehleiter ist die Kirchturmspitze zu hoch. Ein Feuerwehrsprecher schätzt die Höhe auf insgesamt 42 Meter. Nach Angaben des Sprechers hatte ein Passant am Mittag gesehen, dass das Kreuz auf der Maxkirche im Wind kräftig wackelt. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Anlieger wurden gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben. Der Einsatz dauert an. (sk mit dpa)

Sturmtief „Klaus“: Feuerwehren sind „weitgehend entspannt“

Update vom 11. März, 15:45 Uhr: Kurzer Zwischenbericht aus NRW: In Wuppertal zählte die Feuerwehr bis zum frühen Nachmittag 22 sturmbedingte Einsätze. Meist ging es um abgeknickte Äste, in einem Fall um eine abgeknickte Regenrinne. In einem Park stürzte ein Baum auf eine Stromleitung. Es sei „alles noch überschaubar“, sagte ein Sprecher der dpa. Die Feuerwehr Krefeld räumte einen Baum weg, der in eine Straßenbahnoberleitung gestürzt war. Bäume und Äste mussten auch die Feuerwehren im Kreis Coesfeld wegräumen. Ein Sprecher bezeichnete die Lage dort am Mittag aber als „weitgehend entspannt“.

In Köln musste das Wertstoff-Center Gremberghoven schließen. Die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter könne derzeit nicht gewährleistet werden, heißt es auf der Internetseite der AWB Köln. Auch die Deutsche Bahn hatte an einigen Stellen mit „Klaus“ zu kämpfen. So fiel ein Baum auf die Strecke der S6 zwischen Langenfeld und Köln-Mülheim. Die Bahnen mussten kurzzeitig umgeleitet, twitterte die Bahn. (mit dpa)

Update vom 11. März, 14:50 Uhr: Die Stadt Köln hat am Nachmittag ihre Bürger weiter um Vorsicht gebeten. „Bei diesen Sturmwerten können Bäume umstürzen und Äste abbrechen. Die Stadt Köln bittet daher die Bevölkerung, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Stadt behalte sich vor, städtische Anlagen kurzfristig zu schließen. Die Sportverwaltung warnt Sportler bei der Nutzung öffentlicher Sportanlagen vor Gefahren durch herabfallende Äste. Bis in den Abend hinein warnt der DWD in Köln und im Rheinland weiterhin vor schweren Sturmböen. Dazu können noch schwere Gewitter kommen.

Update vom 11. März, 14:20 Uhr: Wie die Düsseldorfer Feuerwehr auf Twitter berichtet, droht im Stadtteil Carlstadt, ein Kreuz von einer Kirche zu stürzen. Höhenretter seien vor Ort. Insgesamt sind den Einsatzkräften bisher 20 Einsätze gemeldet worden.

Dabei werden Erinnerung wach an einen Fall, der vor kurzem in Köln für einen Feuerwehreinsatz gesorgt hat: Ein Passant alarmierte die Retter, weil er vermutete, der Kirchturm von St. Maria Empfängnis könnte einzustürzen.

Sturmtief „Klaus“ gibt noch keine Ruhe: Böen bis 106 km/h in NRW gemessen – erste Bäume umgestürzt

Update vom 11. März, 13:30 Uhr: Schaut man sich verschiedenen Wetterkarten an, scheint sich „Klaus“ langsam in den Norden zu verabschieden. Doch das Gröbste ist noch nicht vorbei. Kachelmannwetter hat um 13 Uhr in Hagen 106 und in Wuppertal 104 Stundenkilometer gemessen. In Düsseldorf und Duisburg waren es 80 Stundenkilometer.

Sturmtief „Klaus“: Zoo Wuppertal schließt kurzfristig die Tore

Update vom 11. März, 12:10 Uhr: Auch der Zoo Wuppertal hat seine Tore für heute geschlossen. Wie es in einem Facebook-Post heißt, bedauert der Zoo „die Umstände und die kurzfristige Absage, die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher hat jedoch Vorrang.“

Auch wenn sich die Wetterlage im Rheinland zur Stunde – zumindest was den Regen angeht – etwas beruhigt hat, hält der Deutsche Wetterdienst unwetterartige Windböen vor allem im Norden von NRW weiterhin für möglich.

Update vom 11. März, 12:25 Uhr: Wie das Portal wetteronline.de auf einer Karte zeigt, kommt es in Köln aktuell zu Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 75 Stundenkilometern. Rauer geht es in Düsseldorf und Duisburg zu: Hier fegt „Klaus“ mit bis zu 90 km/h durch. Am stärksten betroffen sind momentan Aachen, Wesel und Hagen mit Böen um die 105 km/h.

Sturmtief „Klaus“ nähert sich NRW: Starkregen und Böen sind im Norden Kölns angekommen

Update vom 11. März, 10:55 Uhr: Die Feuerwehr Düsseldorf meldet die ersten Sturmeinsätze. Via Twitter informieren die Einsatzkräfte, dass die ersten Meldungen zu umgestürzten Bäumen, Bauzäunen und losen Dachziegeln reinkommen. Um kurz vor 11 Uhr war die Feuerwehr an sechs Stellen in der Stadt unterwegs, um Gefahren zu beseitigen.

Update vom 11. März, 10:45 Uhr: Sturmtief „Klaus“ hat schon am Morgen für ordentlich Alarm gesorgt. Kachelmannwetter hat die Windgeschwindigkeiten um 10 Uhr gemessen. Demnach waren rund um Aachen und Grevenbroich mit 81 Stundenkilometern zu verzeichnen. Im Rheinland lagen Düsseldorf und Wuppertal mit um die 70 km/h vorn. Im Raum Köln/Bonn ging es noch ruhig zu. Es waren nicht mehr als 44 Kilometer pro Stunde. Seinen Höhepunkt soll das Sturmtief allerdings erst gegen Nachmittag und Abend erreichen. Es ist also weiter Vorsicht geboten.

Sturm „Klaus“ über NRW: Städte und Einrichtungen ergreifen Maßnahmen

Update vom 11. März, 10:35 Uhr: Weltuntergangsstimmung in Köln: Von der einen auf die andere Minute schlug das Wetter im Norden Kölns um. Starkregen und starke Böen hängen aktuell über der Stadt. In Solingen im Bergischen Land schüttet es seit etwa einer Stunde. Durch den starken Wind kommt der Regen teilweise schon von der Seite.

Update vom 11. März, 10:30 Uhr: Wegen des herannahenden Sturms haben einige Städte und Kreise in NRW Maßnahmen ergriffen. So wird in Recklinghausen das Impfzentrum zwischen 11 und 15 Uhr geschlossen, da hier Sturmböen von bis zu 110 km/h vorhergesagt sind. Alle schon vereinbarten Termine würden zeitnah nachgeholt heißt, es.

Der Tierpark in Hamm hat sich dazu entschlossen, den Park am Donnerstag geschlossen zu halten. „Aufgrund des umfangreichen alten Baumbestandes in unserem Park ist die Gefahrenlage bei solchen Extremwetterlagen nicht abschließend abschätzbar“, heißt es auf der Internetseite des Parks. (sk)

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“ – NRW macht sich auf Orkanböen gefasst

Update vom 11. März, 8:54 Uhr: So langsam nimmt Sturm „Klaus“ in NRW Fahrt auf. Die einzelnen Windböen erreichen dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h. Sturm-Experten teilen die Windstärke auf der sogenannten Beaufort-Skala ein. Die Windstärke lässt sich in zwölf Stärke-Klassen kategorisieren. Sturm „Klaus“ soll dabei die stärkste Stufe erreichen.

Die Beaufort-Skala: 

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“ – erste starke Windböen wurden gemessen

Update vom 11. März, 8:42 Uhr: Während sich NRW noch auf das Sturmtief „Klaus“ vorbereitet, fegen die Sturmböen bereits über die Niederlande. In Amsterdam erreichten laut Kachelmannwetter einzelne Windböen am Morgen einen Messwert von 93 km/h. In Düsseldorf wurde um 8:00 Uhr eine Windböe von 46 Stundenkilometern gemessen.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“ – Schulpflicht in Wesel ausgesetzt

Update vom 11. März, 7:35 Uhr: NRW macht sich bereit für Sturmtief „Klaus“. In Wesel wird die Schulpflicht für heute bei Grundschülern ausgesetzt, das Verkündet die Stadt in einer Pressemitteilung. Die Eltern können selbst entscheiden, ob ihr Kind in die Schule geht.

Der Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“ – Orkanböen brausen über NRW

Update vom 11. März, 6:52 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“. Während bis 10 Uhr eine amtliche Wetterwarnung für Sturm gilt, wird ab dem Vormittag die Warnung auf schwere Sturmböen verstärkt. Die Wetterwarnung gelten unter anderem für Aachen, Krefeld, Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf und das ganze Ruhrgebiet.

Wetterwarnung für NRW

Der Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Klaus“ – Orkanböen brausen über NRW

Update vom 11. März, 6:10 Uhr: Das Sturmtief „Klaus“ braust über NRW. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt derzeit gleich mehrere Städte in NRW. Bis 10 Uhr für viele Städte und Kreis in NRW eine amtliche Sturmwarnung. Im Verlauf des Vormittags legt der Sturm jedoch erst richtig los. Die einzelnen Windböen nehmen zu. Manche Orkanböen sollen bis zu 120 km/h stark werden.

Amtliche Wetter-Warnung: Sturmtief „Klaus“ steuert auf NRW zu – es könnte ungemütlich werden

Erstmeldung vom 10. März: Köln – Am Donnerstag erwartet Deutschland der erste Sturm des Jahres – mit stürmischen Auswirkungen auch für NRW. In der Nacht zum Donnerstag soll Sturmtief „Klaus“ schwere Sturmböen und vereinzelt sogar Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern nach Nordrhein-Westfalen bringen. Im höheren Bergland seien sogar Böen von 105 bis über 120 km/h zu erwarten. Davor warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwochabend (10. März).

Sturmtief „Klaus“ kurz vor Ankunft in NRW – am Donnerstag wird es ungemütlich

Wie der Warnkarte des DWD zu entnehmen ist, könnten vor allem der Westen sowie der Norden Deutschlands vom Sturm betroffen sein. Während für Köln Wetterwarnungen der Stufe 1 vorausgesagt werden, herrscht in Düsseldorf und weiter nördlichen Teilen von NRW bereits Warnstufe 2.

Sturmtief „Klaus“ steuert auf NRW zu

Orkanböen von bis zu 100 km/h erwartet

Im Bergland Böen von 105 bis 120 km/h möglich

Regen, Schauerwetter und Graupelgewitter werden erwartet

Die amtlichen Warnungen gelten teilweise ab dem 11. März, 0 Uhr, oder starten in den frühen Morgenstunden des Donnerstags. Nach aktuellem Stand (10. März, 19.08 Uhr) spricht der DWD die Warnungen bis zum Vormittag aus. Für den Norden Deutschlands gilt zudem eine sogenannte Vorabinformation vor Orkanböen.

Im Südwesten Deutschlands sieht es hingegen noch deutlich dramatischer aus: Für die Region um Freiburg gelten Unwetterwarnungen der Stufe 3. Das Sturmtief zieht von den Britischen Inseln* heran, berichtet wa.de*.

Sturmtief zieht über NRW: Schauer und Sturmböen möglich

So sei laut DWD-Angaben auf Waldspaziergänge am Donnerstag generell zu verzichten, in Begleitung des Sturmtiefs kommen zudem Regen, wechselhaftes Schauerwetter und einzelne Graupelgewitter hinzu.

DWD warnt vor möglichen Gefahren

Einzelne Äste können herabstürzen

Der Deutsche Wetterdienst rät von Waldspaziergängen ab

Auch die Deutsche Bahn warnt bereits vor dem im Norden und Westen drohenden Unwetter und erklärt, dass es im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn ab Donnerstag, 11.03.2021, ab 6 Uhr morgens zu Beeinträchtigungen kommen kann. (mo mit dpa) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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