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Wetterdienst warnt: Gewitter bringen Starkregen nach NRW – auch in Flutgebiete

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Von: Benjamin Stroka

Ein Auto ist bei Starkregen auf einer Straße.
In vielen Teilen von NRW drohen am Dienstag neue Gewitter mit Starkregen (Symbolbild). © Arne Dedert/dpa

Stellenweise kann es am Dienstag sehr nass werden in Nordrhein-Westfalen: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen – auch in von der Flut betroffenen Gebieten.

Düsseldorf – Nur knapp über 20 Grad und viel Regen und Wind. Auch zum Start in den August präsentiert sich das Wetter in Nordrhein-Westfalen alles andere als sommerlich. Die schwere Hochwasserkatastrophe durch Unwetter mit extremem Starkregen vor rund drei Wochen hat vielerorts unfassbare Schäden hinterlassen und viele Menschen das Leben gekostet. Die Aufräumarbeiten sind noch in vollem Gange, da drohen am Dienstag (3. August) neue Unwetter mit Starkregen – auch in einigen der besonders schwer getroffenen Regionen.

DWD warnt vor „heftigem Starkregen“ in NRW – mit amtlicher Warnung

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Warnung in orange (Stufe 2) für mehrere Kreise und kreisfreie Städte im Land herausgegeben. Örtlich sei Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde möglich. Im Süden von NRW drohe „gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen mit 20 bis 35 l/qm“, so die DWD-Meteorologen. „Vereinzelt sind auch Unwetter durch heftigen Starkregen um 30 l/qm in einer Stunde oder auch 40 l/qm innerhalb mehrerer Stunden durch wiederholte Schauer und Gewitter möglich, am wahrscheinlichsten in den südlichen Landesteilen.“

Damit gilt die Warnung vor Starkregen auch für den Rhein-Erft-Kreis, den Kreis Euskirchen und den Rhein-Sieg-Kreis. Im Kreis Euskirchen drohte eine Talsperre in Folge der heftigen Regenfälle überzulaufen, in Erftstadt lösten die Regenmengen einen Erdrutsch aus.

Starkregen in NRW: Regenmengen nicht mit Unwetterkatastrophe zu vergleichen

Damit sollten die prognostizierten Regenmengen aber deutlich unter den Regenmassen bei den schweren Unwettern vor rund drei Wochen liegen. Damals sorgte vor allem auch der heftige Dauerregen über mehrere Stunden für die Überflutungen. Mancherorts fielen bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden. Damals rief der DWD außerdem die höchstmögliche Warnstufe Dunkelrot/Lila (Stufe 4) aus.

Unwetter ziehen über NRW: Amtliche Warnungen vor Starkregen

Dennoch kann es auch am Dienstag vereinzelt zu Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern kommen. Schon am Dienstagmorgen veröffentlichte der DWD amtliche Warnungen vor Starkregen. Denn aus dem Südwesten ziehen Gewitter auf. Inzwischen sind auch viele Städte und Kreise im Osten des Landes betroffen. Für die Nordhälfte von NRW gibt es bislang keine Warnung. Grundsätzlich soll es im äußersten Norden des Landes größtenteils trocken bleiben.

Starkregen-Warnung: Für diese Kreise und Städte gilt aktuell eine Warnung

Kreis Euskirchen informiert über Warn-App Nina

Für den Kreis Euskirchen hat inzwischen auch die Warn-App Nina ausgelöst. Dort werden die Menschen in der vom Hochwasser schwer getroffenen Region gewarnt. „Die Wetterlage ist nicht vergleichbar mit den Unwetterereignissen vom 14. Juli. Wir bitten Sie dennoch, achtsam zu sein aufgrund der Beschädigungen von Straßen, Gehwegen, Abwassersystemen und Uferflächen“, heißt es in der Gefahreninformation.

Wetter in NRW: Kaum Besserung in Sicht

Die Gewittergefahr sinkt in der Nacht zum Mittwoch, es soll dann nur noch vereinzelte Schauer geben. Trocken wird aber auch der Mittwoch nicht. Erneut bleibt es stark bewölkt und soll immer wieder regnen. Einzelne Gewitter sind ebenfalls möglich, diesmal ist aber der Norden und Osten von NRW betroffen. Das nasse Wetter mit häufig nur knapp über 20 Grad soll sich laut DWD-Prognose auch bis zum Freitag fortsetzen.

Gewitter: So verhalten Sie sich richtig

Der Deutsche Wetterdienst gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Gewittern und nennt entsprechende Schutzmaßnahmen, die man treffen sollte. Die wichtigsten Tipps im Überblick:

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Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. August um 11:38 Uhr aktualisiert. Neuerung: Kreis Euskirchen informiert über Warn-App Nina zur aktuellen Wetterlage.

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