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Oberbergischer Kreis: Informationen über den Kreis im Süden von NRW 

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Die Verwaltung des Oberbergischen Kreises befindet sich in Gummersbach.
Die Verwaltung des Oberbergischen Kreises befindet sich in Gummersbach. © Markus Klümper / dpa

Landschaftliche Vielfalt und zahlreiche Naturparks bestimmt das Aussehen des Oberbergischen Kreises. Mit seiner Kreisstadt Gummersbach liegt er zentral in NRW.

Gummersbach - Ursprünglich entstand der Oberbergische Kreis 1932 durch die Vereinigung der Kreise Gummersbach und Waldbröl. Von Beginn an war die Kreisverwaltung in Gummersbach angesiedelt. Seine endgültige Struktur erhielt das Kreisgebilde durch verschiedene Struktur- und Gebietsreformen zwischen 1957 und 1974. Die Umstrukturierungen waren damit abgeschlossen und der Oberbergische Kreis (NRW) in seiner heutigen Form wurde am 1. Januar 1975 durch das „Köln Gesetz“ gebildet. Er gehört auf Verwaltungsebene zum Regierungsbezirk Köln. Gummersbach wurde als Kreisstadt bestätigt und damit auch Namensgeberin für das Autokennzeichen GM. Insgesamt besteht der Oberbergische Kreis aus sechs Gemeinden und sieben Städten:

Städte und Gemeinden im Oberbergischen Kreis

Der Oberbergische Kreis befindet sich im mittleren Süden Nordrhein-Westfalens. Er grenzt im Westen an den Rhein-Sieg-Kreis und den Rheinisch-Bergischen-Kreis und im Nordwesten und im Norden an die Großstädte Remscheid und Wuppertal sowie den Ennepe-Ruhr Kreis. Im Osten schließen sich der Märkische Kreis und der Kreis Olpe an. Alle angrenzenden Regionen gehören ebenfalls zu Nordrhein-Westfalen. Der Anschluss im Süden zum Kreis Altenberg stellt die Verbindung zu Rheinland-Pfalz her.

Oberbergischer Kreis: Bevölkerung, Landschaft, Wirtschaft

Der Oberbergische Kreis ist relativ dünn besiedelt, besonders im Vergleich zur bevölkerungsreichen Rhein-Ruhr-Metropolregion. Auf einer Fläche von über 918 Quadratkilometern wohnen insgesamt 272.000 Einwohner, etwa 50.900 davon in der Kreisstadt Gummersbach (Stand 30.06.2020).

Berge, Gewässer und Wälder prägen die Landschaftsform des Oberbergischen Kreises. Den Landkreis prägt sein Wasserreichtum, den unzählige Flüsse und Bäche gewährleisten. Sie versorgen insgesamt zehn Stauseen, von denen nur drei aus den größten Flüssen (Agger, Wiehl und Wupper) gespeist werden.

Die Wirtschaft im Oberbergischen Kreis wird von klein- und mittelständischen Unternehmen beherrscht. Neben noch bestehenden Steinbruchbetrieben sind diese vorwiegend in den Bereichen Elektrotechnik, Kunststoffverarbeitung, Autozulieferung und Metallverarbeitung tätig. Auch Land- und Forstwirtschaft spielen eine wesentliche wirtschaftliche Rolle im Kreisgebiet. Die vorgegebenen Landschaftsformen und die ökologische Entwicklung haben dazu geführt, dass sich die Bewirtschaftung nicht exzessiv ausgebreitet hat. Bis heute prägen eher kleinbäuerliche Betriebe die Struktur.. Ähnliches gilt für die Forstwirtschaft. Dort geht es heute eher um den Erhalt der Kultur und Erholungslandschaft als um profitorientierte Holzwirtschaft. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Oberbergischen Kreis ist der Tourismus mit allen damit verbundenen Dienstleistungen.

Freizeit, Urlaub und Kultur im Oberbergischen Kreis

Die landschaftliche Vielfalt und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für Freizeit und Erholung locken jährlich tausende Besucher an. Sehr viele kommen aus den umliegenden Ballungsräumen, um die üppige und abwechslungsreiche Natur zu genießen. Der Naherholungswert des Oberbergischen Kreises ist sehr hoch und das Angebot sehr weit gefächert.

Viele Menschen werden von den Stauseen mit ihren Spiel- und Sportmöglichkeiten im und am Wasser angelockt. Ein großes Angebot an Wanderwegen und Radtouren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden steht für Walker und Biker zur Verfügung. Auch Paragliding und Ballonfahrten sind möglich.

Der Freizeitwert des Oberbergischen Kreises beschränkt sich nicht nur auf die landschaftlichen Reize. Viele Sehenswürdigkeiten und Kulturangebote können zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Auto und Motorrad erkundet werden. Neben Schloss Gimborn in Marienheide oder dem Nümbrechter Schloss Homburg sind für Liebhaber barocker Baukunst die fünf „Bonte Kerken“ aus dem 11. bis 13. Jahrhundert zu empfehlen. Sie bestechen vor allem durch ihre imposanten Decken- und Wandmalereien.

In Lindlar befindet sich das LVR-Freilichtmuseum, eines der modernsten seiner Art in Deutschland. Für Familien mit Kindern lohnt sich auch ein Ausflug nach Eckenhagen in den Affen- und Vogelpark.

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