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Illegale Autorennen in Oberhausen – und hunderte Menschen schauen zu

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Zu Lichtspuren verwischtes Auto.
Innerhalb von zwei Tagen hat die Polizei wohl drei illegale Rennen in Oberhausen entdeckt. (Symbolbild). © Frank Rumpenhorst/dpa

Zwei Tage, drei illegale Rennen: In Oberhausen waren rund um Neujahr mehrere Raser unterwegs. Es trafen sich teils hunderte Menschen.

Oberhausen – Oberhausen entwickelt sich womöglich zu einem neuen Hotspot für illegale Autorennen. Rund um Neujahr ist die Polizei gleich zu mehreren Raser-Vorfällen gerufen worden. Zweimal waren sogar mehr als hundert Zuschauer anwesend. Die Polizei kassierte dabei mehrere Autos und Führerscheine ein.

Oberhausen: Zwei illegale Rennen in Parkhaus

Kurz nach Mitternacht am 1. Januar, war Streifenpolizisten ein VW-Fahrer am Bero Zentrum aufgefallen. Der 21-Jährige raste mit seinem Golf offenbar „mit stark überhöhter Geschwindigkeit“ durch das Parkhaus des Einkaufzentrums. Mit dabei: rund 100 Personen, teilweise mit oder ohne Auto. Diese gehörten „möglicherweise der Tuning-Szene“ an, erklärte die Polizei. Da die Beamten ein illegales Rennen vermuteten, kontrollierten sie den VW-Fahrer und beschlagnahmten seinen Führerschein und das Auto.

Ziemlich genau 24 Stunden später, am 2. Januar, machte sich die Polizei erneut zum Parkhaus des Einkaufzentrums in der Concordiastraße auf. Anwohner hatten sich über „laute Motorengeräusche und quietschende Reifen beschwert“. Dort angekommen sahen die Beamten einen BMW aus Essen. Dieser solle „stark beschleunigt“ und dann kurz vor Erreichen einer Mauer „mit laut quietschenden Reifen um 180 Grad“ gedreht haben. Anschließend sollte er wieder Vollgas gegeben haben.

Auch in diesem Fall schauten wohl etliche Menschen zu. So hielten sich laut Polizeiangaben sogar 200 weitere Autos und Personen im Parkhaus auf. Auch diese rechnen die Beamten der Tuning-Szene zu. Da erneut der Verdacht auf ein illegales Rennen bestand, wurden Führerschein und Auto des BMW-Fahrers einkassiert.

Oberhausen: BMW nahm an illegalen Rennen in Fußgängerzone teil

Der erste Vorfall ereignete sich bereits am Silvesterabend (31. Dezember). Gegen 21:30 Uhr war die Polizei von Anwohnern in die Sterkrader Fußgängerzone gerufen worden. Laut diesen sollte dort ein dunkler BMW „mit laut aufheulendem Motor, rasanten Fahrmanövern mit zwischenzeitlichen Vollbremsungen“ umher rasen.

Bei ihrern Ankunft fanden die Beamten einen geparkten BMW in der Bahnhofstraße. Direkt daneben befanden sich zwei junge Männer (19 und 20). Während der Kontrolle kam ein Zeuge hinzu. Laut diesem hatte der 20-Jährige die zuvor gemeldeten Manöver durchgeführt. Der 19-Jährige soll der Beifahrer gewesen sein.

Laut Polizeiangaben sagten auch mehrere anderen Zeugen aus, dass es sich dabei um ein illegales Rennen gehandelt hatte. Also wurde auch der 19-Jährige um seinen Führerschein und Auto „erleichtert“. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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