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Paderborn: Zweiter Geflügelpest-Fall innerhalb weniger Stunden

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Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) bereiten im Putenmatbetrieb in Deyelsdorf bei Tribsees (Mecklenburg-Vorpommern) die Tötung der Tiere vor, nachdem sich Verdacht auf Geflügelpest mit dem hochansteckenden Virus H5N8 bestätigt hat.
In Delbrück-Westenholz im Kreis Paderborn ist binnen weniger Stunden ein zweiter Fall von Geflügelpest bestätigt worden. (Symbolbild) © Bernd Wüstneck/dpa

In Paderborn gibt es innerhalb weniger Stunden einen zweiten Geflügelpest-Fall. Betroffen ist eine Junghennen-Aufzucht in Delbrück. 43.000 Tiere müssen getötet werden.

Update vom 18. November, 22:49 Uhr: In Delbrück-Westenholz im Kreis Paderborn ist binnen weniger Stunden ein zweiter Fall von Geflügelpest bestätigt worden. Betroffen sei eine Junghennen-Aufzucht, teilte der Landrat am Donnerstagabend mit. Voraussichtlich am Freitag müsse der gesamte Bestand von rund 43.000 Jungenhennen getötet werden. Beim bestätigten Geflügelpest-Verdacht vom Vortag mussten 7400 Puten vorsorglich getötet werden.

„Wir gehen auf einen harten Winter zu“, sagte die Amtsveterinärin des Kreises, Elisabeth Altfeld, laut Mitteilung zur Geflügelpest-Lage. Kaltes und nasses Wetter begünstigte die Verbreitung des Virus. Der Kreis hatte daher bereits in der vergangenen Woche Geflügelhalter – gewerbliche wie Hobbyhalter – dazu aufgerufen, ihre entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Altfeld empfahl den Tierhaltern, das Geflügel im Stall zu lassen. Rund 1800 Geflügelhaltungen gibt es den Angaben zufolge im Kreis Paderborn, darunter viele Hobbyhaltungen.

Paderborn: Geflügelpest-Verdacht – erste Schnelltests positiv

Erstmeldung vom 17. November: Paderborn – Wegen eines Geflügelpest-Verdachts müssen nach Angaben des Kreises Paderborn (NRW) in einer Putenhaltung in Delbrück-Westenholz 7400 Puten vorsorglich getötet werden. Der Geflügelhalter habe in seinem Putenbestand verendete Tiere gefunden und seinen Hoftierarzt eingeschaltet, teilte der Kreis am Mittwochabend mit. Erste Schnelltests seien positiv ausgefallen.

Paderborn: Geflügelpest-Verdacht – Speziallabor untersucht

Von Veterinären genommene Proben würden nun in einem Speziallabor eingehend untersucht. Die Tiere im Seuchenbestand müssten nach geltendem EU-Recht aber bereits bei einem deutlichen klinischen Verdacht getötet werden, erläuterte der Kreis das Vorgehen. Zum Einsatz komme die in solchen Fällen übliche Methode der Begasung mit Kohlendioxid. Danach würden die Ställe gereinigt und desinfiziert.

Geflügelpest – was ist das?

Das Virus ist hochansteckend und leicht übertragbar. Die Seuche kann durch die Luft und bereits durch indirekten Kontakt über Personen, andere gehaltene Säugetiere, Fahrzeuge, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons, Einstreu oder tierische Schädlinge sowie durch Ausscheidungen übertragen werden.

Erkrankt ein Tier an Geflügelpest, bekommt es Fieber, Atembeschwerden und Durchfall. Die Krankheit ist hochansteckend. Innerhalb weniger Tage ist ein gesamter Stall betroffen. Vor allem Hühner und Puten sind von der Geflügelpest betroffen. Aber auch Fasane, Perlhühner und Wildvögel, Wasservögel und Tauben können sich infizieren.

Im Kreis Paderborn war die Geflügelpest zuletzt fünfmal im April/Mai dieses Jahres ausgebrochen. Insgesamt mussten den Angaben zufolge rund 315.000 Tiere vorsorglich getötet werden. In jüngster Zeit hatten mehrere Kreise in Niedersachsen Geflügelpestfälle gemeldet. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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