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Pferde von Regionalexpress überrollt: Unfall auf Bahnstrecke bei Köln

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RE8 steht auf Schienen
In Pulheim hat sich am Abend des 2. Januar ein tragischer Unfall mit zwei Pferden und einem Regionalexpress ereignet. © Feuerwehr Pulheim

In der Nacht zum Dienstag sind auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Pulheim zwei Pferde von einem RE erfasst und getötet worden.

Köln – Ein echtes Drama: Am Montag, 2. Januar 2023, wurde die Feuerwehr Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) kurz nach 23:30 Uhr über einen Unfall auf der Bahnstrecke Köln-Mönchengladbach in Pulheim, in Höhe des Bahnüberganges Otto-Lilienthal-Straße, durch die Kreisleitstelle der Feuerwehr informiert. Hier sollten zwei Pferde von einem Regionalexpress (RE8) der Deutschen Bahn erfasst worden sein. Alarmiert wurde der Löschzug Pulheim mit der hauptamtlichen Wache und dem Rettungsdienst. Diese Meldung bestätigte sich so auch den Einsatzkräften, die mit insgesamt 30 Einsatzkräften wenig später vor Ort waren.

Pferde auf Bahnstrecke zwischen Köln und Mönchengladbach in Pulheim von Zug erfasst – sie waren sofort tot

Nach dem Zusammenstoß mit den Pferden war der Regionalexpress selber einige hundert Meter nach dem Unfallereignis zum Stillstand gekommen. Der Zug war insgesamt mit etwa 100 Fahrgästen besetzt, von denen aber niemand verletzt wurde. Der Rettungsdienst verschaffte sich hierüber im Zug einen Überblick, musste aber nicht tätig werden. Die Bahnstrecke war ab dem Unfallgeschehen in beide Fahrtrichtungen durch die Deutsche Bahn gesperrt worden, die ebenfalls mit Kräften der Bundespolizei und einem Notfallmanagementteam vor Ort waren.

Nach Kollision von RE8 mit zwei Pferden – Fahrgäste konnten den Zug nicht verlassen

Der Triebwagen des Zuges war durch den Aufprall mit den Tieren beschädigt worden. Aufgrund des Schadens war es dem aus zwei Einheiten bestehenden Zuges nur möglich, die Fahrt gegen die ursprüngliche Fahrtrichtung fortzusetzen. Die Fahrgäste selber konnten den Zug aus Sicherheitsgründen auf freier Strecke nicht verlassen und wurden kurz nach halb zwei mit dem Zug zurück zum Bahnhof Köln-Ehrenfeld gebracht, wo durch die Deutsche Bahn ein Schienenersatzverkehr organisiert war.

Tote Pferde aus Gleisbereich geborgen – Feuerwehr bis kurz vor 2 Uhr nachts im Einsatz

Bevor die Strecke später wieder freigegeben werden konnte, wurden die toten Pferde vom Besitzer aus dem Gleisbereich geborgen und abtransportiert. Die Feuerwehr, die bis dahin in der Hauptsache die Unfallstelle ausgeleuchtet hatte, konnte Ihren Einsatz kurz vor 2 Uhr beenden. Erst Anfang November vergangenen Jahres war ein Pferd in Leverkusen von einem Güterzug erfasst worden, es war sofort tot. (ots/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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