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Polizei NRW sucht Nachwuchs über TikTok, Youtube und Instagram – Videos ziehen meiste Bewerber an

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Ein Mädchen hält ein Smartphone in den Händen, auf dem das Logo der Kurzvideo-App TikTok zu sehen ist
Über TikTok in den Polizeidienst? Die Polizei NRW wirbt in Sozialen Netzwerken für die Ausbildung. © Jens Kalaene/picture alliance/dpa

Wie findet man in 2021 geeignete Bewerber? Die Polizei NRW hat für sich herausgefunden, dass die Sozialen Netzwerke der Hauptzugang zu potentiellen Kandidaten sind.

Düsseldorf – Die Polizei in NRW hat kurze Videos in Sozialen Netzwerken wie Youtube, Facebook oder TikTok als „Hauptzugang“ zu potenziellen Bewerbern identifiziert. In einem Papier des zuständigen Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und
Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) heißt es: „Studiengestützt lässt sich feststellen, dass Instagram und Youtube bei der Berufsorientierung und Nutzung der sozialen Netzwerke zu Karrierethemen vorrangig zu betrachten sind.“ Nun wird eine Firma gesucht, die entsprechende Filme produzieren soll.

Die Videos sollen laut den Ausschreibungsunterlagen in der Regel 15 Sekunden bis 2 Minuten lang sein. In Ausnahmen auch bis zu 8 Minuten. Ausspielkanal: Das Handy. „Über allem schwebt das Smartphone. Alle wichtigen Kommunikationsangebote müssen für den Mobile-Einsatz geeignet sein. Denn über dieses zentrale „Device“ regelt der prospektive Kandidat für den Polizeidienst seinen multimedialen Alltag“, so das LAFP in der Ausschreibung.

Dass Beruf und Karriere in den Sozialen Medien eine Rolle spielen und gerne geklickt werden, zeigt „Rettfluencer“ Luis Teichmann aus Köln. Die Videos aus seinem Alltag als Rettungssanitäter haben Millionen Menschen gesehen.

Polizei NRW: 18- bis 25-Jährige sind die Kernzielgruppe – auch Soldaten interessant

Die „Kernzielgruppe“ seien 18- bis 25-Jährige. Die „erweiterte Zielgruppe“ 14- bis 35-jährige. Besonders interessant seien Soldatinnen und Soldaten, die eine Anschlussbeschäftigung suchen. „Diese Zielgruppe wies bereits in der Vergangenheit ein überdurchschnittliches Klickverhalten auf“, so das Landesamt.

Die Polizei NRW wirbt bereits auf eigenen Kanälen bei Instagram, Facebook, Youtube und TikTok. Unter anderem wirkte der Radio-Moderator Daniel Schlipf alias „Daniel Danger“ in einer Youtube-Serie mit. (dpa/lnw)

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