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Junge kämpfte um sein Leben – jetzt konnte ihm die Polizei einen Wunsch erfüllen

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Von: Maximilian Gang

Max durfte bei seinem Besuch bei der Polizei in Polizeiklamotten in einem Polizeiauto mit einer Polizeikelle sitzen
Schon fast wie die Profis: Max durfte bei einem Besuch bei der Polizei in den Alltag der Polizisten reinschnuppern. © Roland Zerwinski

Ein kleiner Junge ist bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt worden. Jetzt besuchte er die Polizei in Krefeld. Es war ein besonderes Erlebnis.

Krefeld – Für Kinder ist Weihnachten etwas ganz Besonderes. Das Zusammensein mit der Familie, das leckere Essen und natürlich – die Geschenke. Beinahe hätte der kleine Max das vergangene Weihnachtsfest in der Reha verbracht. Bei einem Unfall hatte er sich lebensgefährlich verletzt. Damit begann eine Odyssee, in der Überlebenskampf und Reha für Max auf der Tagesordnung standen. Die Polizei Krefeld in Nordrhein-Westfalen hat ihm nun einen besonderen Weihnachtswunsch erfüllt.

Junge bei Unfall lebensgefährlich verletzt – er kämpfte ums Leben

Ein Autofahrer hat einen Sechsjährigen überfahren. Nun sind Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle.
Polizei und Feuerwehr waren nach dem ursprünglichen Unfall vor Ort. © Alexander Forstreuter/dpa

Denn Max hatte nach dieser schwierigen Phase auf ein Erlebnis gehofft, das sich wohl viele Kinder in seinem Alter wünschen: Einen Besuch bei der Polizei und der Feuerwehr. „Also, lieber Max, wir sind immer noch ganz gerührt“, so beginnt der Facebook-Post der Krefelder Polizisten, in dem sie von ihrem Zusammentreffen mit dem kleinen Jungen berichten. „Dir und auch Deinen Eltern ganz herzlichen Dank für Euren Besuch hier bei uns. Wir haben uns sehr über dieses eindrucksvolle Erlebnis gefreut, so kurz vor Jahresende“.

Und für Max war das Jahr 2022 geprägt von einem sehr schlimmen Ereignis: Ende August war der zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alte Junge mit seinem Skateboard in Krefeld von einem Auto überfahren worden. Der 48-jährige Fahrer hatte den Jungen – der wohl liegend auf dem Board unterwegs war – beim Abbiegen in einen verkehrsberuhigten Bereich übersehen.

„Das Kind musste am Sonntagabend von der Feuerwehr in Krefeld unter dem Wagen herausgeholt werden“, so die Polizisten in der ursprünglichen Meldung. Und die daraus resultierenden Verletzungen dürften für jede Menge Sorgen bei seinen Eltern gesorgt haben: „Anfangs stand es überhaupt nicht gut um Dich, lange hast Du im Krankenhaus um Dein Leben gekämpft“, wie die Polizisten erklären. Doch Max kämpfte sich durch und begann anschließend mit einer Reha.

Junge darf Weihnachten nach Hause – und hat einen besonderen Wunsch

Krefelder Polizisten zeigen Max nach einer schweren Verletzung ihren Arbeitsalltag
Max ließ sich bei seinem Besuch alle Bereiche der Polizei zeigen, auch die Dienstcomputer. © Roland Zerwinski

Der Zeitpunkt, an dem Max die Reha verlassen konnte, hätte nicht besser fallen können: Kurz vor Weihnachten durfte er schließlich nach Hause. Genau passend, um ihm seinen Wunsch nach einem Besuch bei der Polizei zum Jahresende erfüllen zu können. Max durfte bei seinem Besuch so einige Bereiche des Polizeialltags kennenlernen. Unter anderem einen Ort, den sonst nicht viele Menschen zu sehen bekommen: das Innere eines Polizeiautos.

Und der kleine Junge zeigte bei seinem Besuch direkt einmal, was er so drauf hat: „Um Deinen Papa herum hast Du eine so professionelle Absperrung mit Pylonen errichtet, dass mancher unserer Kollegen vor Neid ganz blass geworden ist“. Auch bezüglich des restlichen Polizeialltags wollte Max „lückenlos informiert werden“, wie die Polizisten schreiben. Sollten nicht alle Fragen beantwortet worden sein, könne er einfach anrufen: „Nummer hast du ja“.

Nach Weihnachten: Max muss bald wieder ins Krankenhaus

Doch nach der kurzen Weihnachtsidylle geht es für Max nun wieder zurück in den Alltag: Bald müsse er wieder in ein Krankenhaus. Diesmal jedoch unter erfreulicheren Vorzeichen: „Dann kannst Du auch die Kopfbedeckung aus Carbon ablegen, die Du seit dem Unfall noch tragen musst“. Auch wenn Max noch nicht ganz genesen ist, steht für die Polizisten aus Krefeld eines bereits fest: „Wie tapfer Du Dich alldem so stellst, finden wir bei der Polizei auch ganz großartig!“. Seine Eltern können bereits „wahnsinnig stolz“ auf ihren Sohn sein.

Auf Facebook: Nutzer feiern Krefelder Polizei

Eine Reihe an Polizisten mit einem kleinen Jungen und seinem Vater
An den Tag, an dem er die Polizei besuchen durfte, wird sich Max wohl noch lange erinnern. © Roland Zerwinski

In 2023 geht der Genesungsprozess für Max noch weiter, doch dieses Erlebnis könnte ihm zusätzliche Kraft gegeben, um auch das noch zu überstehen. „Dir und Deiner Familie wünschen wir alles Liebe und viele eindrucksvolle Erlebnisse. Deine Polizei Krefeld“, so das Ende des Beitrags. Der Post und Max werden nun innerhalb der Facebook-Community gefeiert. In fünf Tagen konnten bereits über 2.500 Likes und zahlreiche Genesungswünsche in den Kommentaren verzeichnet werden.

Das ist nicht das erste Mal, dass die Krefelder Polizei über einen kleinen Jungen auf den sozialen Medien berichten. Zuvor machten die Polizisten nach einem unfreiwilligen Anruf einem Zweijährigen ein überraschendes Angebot. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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