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Skurrile Ausrede bei Polizeikontrolle in Mettmann: Raser gibt Navi die Schuld

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Ein Polizist hält eine Stopp-Kelle in die Höhe.
In Mettmann wurde ein Raser von der Polizei gestoppt – seine Ausrede war dabei kreativ (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa

Die Polizei Mettmann stoppte einen besonders „kreativen“ Raser. Der Opel Corsa-Fahrer musste so schnell fahren, weil sein Naviakku drohte auszugehen.

Mettmann – Einem aufmerksamen Zeugen ist es zu verdanken, dass die Polizei in der Nacht zu Donnerstag (15. April 2021) einen rücksichtslosen Raser aus dem Straßenverkehr ziehen konnte. Der Opel-Fahrer versuchte sich bei den Beamten mit einer besonders „kreativen“ aber letztendlich völlig unwirksamen Ausrede herauszureden.

Polizei Mettmann stoppt Opel Corsa-Fahrer: Der Raser gefährdete andere Verkehrsteilnehmer

Gegen 0:30 Uhr meldete sich ein 40-jähriger Hildener telefonisch bei der Polizei. Der Mann gab an, gerade mit seinem Wagen über den Südring in Mettmann gefahren zu sein, als er von einem Opel Corsa mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit überholt, geschnitten und ausgebremst wurde.

Darauf begab sich eine Streife der in der Nähe liegenden Polizeiwache in Mettmann, zwischen Düsseldorf und Wuppertal, sofort auf den Weg. Im Rahmen der Fahndung konnten die Beamten den in Rede stehenden Opel Corsa ausfindig machen. Dieser wurde von seinem Fahrer mit einem Tempo von etwa 140 Kilometern pro Stunde über die Talstraße in Richtung Neandertal und dort über die Bergische Allee in Richtung Erkrath gefahren.

Auf Höhe der Autobahnauffahrt zur A 46 im Bereich der Hochdahler Straße raste der Opel-Fahrer zudem über zwei rote Ampeln, ehe er seine halsbrecherische Fahrt in Richtung Hilden fortsetzte. Hier befuhr er zunächst in überhöhtem Tempo den Nordring, ehe er die zu dieser Zeit auf 30 km/h begrenzte Gerresheimer Straße mit einem Tempo von deutlich über 70 Kilometern pro Stunde entlangraste. Kurz darauf konnten ihn die Beamten schlussendlich an einem dortigen Kreisverkehr einholen und zum Anhalten bewegen.

Skurrile Ausrede bei Polizeikontrolle: Der Raser musste schneller fahren, weil sein Akku drohte auszugehen

Auf seine absolut verkehrswidrige und rücksichtslose Fahrweise angesprochen, gab der Mann an, gerade auf dem Weg zu einem Freund zu sein. Da aber der Akku seines Navigationsgerätes drohte auszugehen, habe er schneller fahren müssen, um sich nicht zu verfahren.

Natürlich ließen sich die Polizeibeamten von dieser Ausrede nicht beeindrucken, mit der Folge, dass die Fahrt für den 30-Jährigen auf der Stelle endete. So stellten die Polizisten den Führerschein des Mannes sicher und leiteten ein Strafverfahren wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren ein. Die weitere „Reise“ zu seinem Freund musste der Mann dann zu Fuß antreten.

Immer wieder versuchen manche Verkehrsteilnehmer ihre Verstöße mit billigen Ausreden zu erklären. Bei einer Kontrolle der Polizei Dortmund gab unter anderem ein Porsche-Fahrer an, dass er kein Geld für Winterreifen habe. (jw/ots)

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