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Mann stürzt von Steilklippe 20 Meter in die Tiefe – Smartwatch schlägt Alarm

Erstellt:

Von: Simon Stock

Höhenretter in Porta Westfalica
In Porta Westfalica stürzte ein 67-Jähriger von einer Steilklippe. Die Rettungsaktion war kompliziert. © Feuerwehr Porta Westfalica

Ein 67-Jähriger ist von einer Steilklippe in Porta-Westfalia 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Sein Leben verdankt er furchtlosen Höhenrettern - und seiner Smartwatch.

Porta Westfalica - Dramatisches Unglück im Wiehengebirge bei Porta Westfalia (NRW): Ein 67-jähriger Mann stürzte von einer Steilklippe 20 Meter in die Tiefe. Er erlitt schwerste Verletzungen, wie die Feuerwehr mitteilte.

StadtPorta Westfalica
Fläche105 km²
Postleitzahl32457

Porta Westfalica: Mann stürzt Steilklippe hinunter - Smartwatch alarmiert Retter

Der Unfall ereignete sich am Donnerstag (17. November) gegen 17 Uhr in der Nähe des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Die Smartwatch des Verunglückten hatte den Absturz registriert und einen Notruf an eine Haus-Notruf-Zentrale abgesetzt. Diese informierte die Leitstelle des Kreises Minden-Lübbecke, berichtet wa.de.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt arbeiteten sich unter Beleuchtung eines Polizeihubschraubers vom Denkmal über den Felsenweg zu dem Mann vor. Als sie ihn erreichte, war er nicht ansprechbar. Seine Nordic-Walking-Stöcke lagen neben ihm.

Höhenretter in Porta Westfalica
Gefährlicher Einsatz für die Höhenretter am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica. © Feuerwehr Porta Westfalica

Schnell war klar: Ein Transport per Trage zu Fuß ist nicht möglich, durch die Lage im Wald kann auch kein Hubschrauber eingesetzt werden. Also wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Espelkamp alarmiert.

Porta Westfalica: Komplizierte Einsatz für Höhenretter

Der Rettungseinsatz war abenteuerlich und gefährlich. Es hatte den ganzen Tag geregnet, der Waldboden war rutschig und mit Laub bedeckt. An der Unfallstelle führt ein Pfad entlang der Klippen, „Absperrungen oder Geländer gibt es an dieser Stelle nicht. In der Dunkelheit sind Rinnen im Gestein nur sehr schwer auszumachen“, erklärt die Feuerwehr Porta Westfalica. Am Klippenrand konnten nur angeseilte Einsatzkräfte arbeiten. Sämtliches Material musste manuell oder über Seile zur Absturzstelle befördert werden. 

Die komplizierte Rettung gelang: Der Verletzte wurde mit einer Schleifkorbtrage hinaufgezogen und am Abend in eine Klinik gebracht.

Wenige Tage zuvor war bei einem Brand in einem Wohnhaus in Porta Westfalica ein Mann ums Leben gekommen. Im Sommer hatte die Nachricht vom Tod zweier vermisster Schwimmer in einem Baggersee in Porta Westfalica Bestürzung ausgelöst.

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