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Ratingen: Senior (90) erhält „Schock-Anruf“ und will Geld abheben – Bank-Mitarbeiterin schaltet sofort

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Von: Stefanie Knupp

Ein Mann hält einen Telefonhörer
Immer wieder ergaunern dreiste Trickbetrüger hohe Summen (Symbolbild). © Armin Weigel/dpa

Dreiste Täter wollten einen 90-Jährigen um eine hohe Summe betrügen. Sie spielten ihm vor, er müsse seinen Sohn vor dem Gefängnis bewahren. Eine Bankangestellte wurde misstrauisch.

Ratingen – Ein 90-Jähriger Mann wäre beinahe einer dreisten Betrugsmasche auf den Leim gegangen. Einer aufmerksamen Bankangestellten ist es zu verdanken, dass der Senior nicht eine eine große Summe Geld verloren hat. Die Polizei Mettmann berichtet am Donnerstag von dem versuchten Betrug, bei dem der Senior Opfer eines „Schock-Anrufs“ wurde.

Diese Art von Anrufen ist eine bekannte Maschen von Trickbetrügern. Oft machen sie auch falsche Gewinnversprechen. In solchen Fällen werden Senioren am Telefon aufgefordert, Guthaben-Karten zu kaufen. Einem Mann aus Dormagen konnte gerade noch geholfen werden: Eine Netto-Kassiererin wurde misstrauisch, als ein älterer Kunde Online-Guthaben für eine vierstellige Summe kaufen wollten.

Ratingen: Betrüger ködern Senior mit „Schock-Anruf“ – leider mit Erfolg

Am Mittwoch (17. Februar) erhielt der Senior aus Ratingen einen Anruf: Sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Nur durch Zahlung einer Kaution könne er vor der Haft bewahrt werden. Der geschockte 90-Jährige fiel auf die Masche herein, ging zur Bank und wollte eine fünfstellige Summe von seinem Konto abheben.

Bei einer Bankangestellten schrillten wohl die Alarmglocken. Sie wurde misstrauisch und rief die Polizei. Die Beamten konnten den Senior davon überzeugen, dass er Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden ist und so eine Geldübergabe verhindern.

Trickbetrug in NRW: „Aktenzeichen XY“ (ZDF) stellt Fälle im TV vor

So viel Glück hatte eine Seniorin aus Duisburg nicht. Sie fiel auf den Enkel-Trick herein und übergab Trickbetrügern mehr als 130.000 Euro. Da die Straftäter bisher nicht gefasst wurden, wurde der Fall zum Thema in der letzten Ausgabe von „Aktenzeichen XY“. Kurz nach der Sendung lagen der Polizei schon fast 40 neue Hinwiese vor.

In der ZDF-Sendung werden häufig Betrugsfälle vorgestellt, so auch der eines 79-Jährigen aus Euskirchen. Der Mann ging einem Teppich-Betrüger ins Netz und verlor dabei 30.000 Euro. (sk/ots)

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