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Ratingen: Alles Wichtige über die Stadt im Kreis Mettmann

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Mannesmann-Mobilfunk Zentrale

Die Mannesmann AG bestimmte bis zur Übernahme durch Vodafone die Geschicke der Stadt Ratingen © Boris_Roessler / dpa

Die Stadt Ratingen verzaubert ihre Gäste mit einer historischen Innenstadt, spannenden Museen, Schlössern und einer malerischen Wasserburg.

Ratingen gilt als große, kreisangehörige Stadt des Kreis Mettmann. Am 31. Dezember 2019 waren hier 92.781 Einwohner gemeldet. Ratingen liegt zentral in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Politisch ist die Stadt dem Regierungsbezirk Düsseldorf und somit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zugeordnet. Amtierender Bürgermeister ist der parteilose Klaus Konrad Pesch (Stand 2021). Ratingen setzt sich aus insgesamt zehn Stadtteilen zusammen.

Ratingen: Postleizahlen, Vorwahl, Autokennzeichen

Ratingen: Verkehrsanbindung

Die Nähe zu den Ballungsräumen des Ruhrgebietes sowie zu Düsseldorf, Köln, Bonn und Wuppertal prägen die Verkehrsanbindungen.

Ratingens Entwicklung zum Zentrum für Wirtschaft

Für die Geschichte Ratingens war der 11. Dezember 1276 ein bedeutsamer Tag, denn Ratingen erhielt zum ersten Mal die Stadtrechte. Man ließ die Stadt mit einer mächtigen Stadtmauer, Verteidigungstürmen und einer bis zu acht Meter breiten Wassergraben befestigen. Die nächsten Jahrhunderte waren geprägt von wirtschaftlicher Blüte und Wohlstand. Das 16. Jahrhundert brachte die Pest und Waffen, denen selbst eine trutzige Stadtmauer nicht standhalten konnte. Sie wurde nahezu vollständig zerstört, Häuser brannten, Menschen starben. Von einst 1.000 Einwohnern überlebten 140. Ratingen versank zunächst in der Bedeutungslosigkeit bis der Geschäftsmann Johann Gottfried Brügelmann (52, † 1802) im Jahr 1783 eine Baumwollspinnerei errichtete, die als erste Fabrik auf dem europäischen Festland Industriegeschichte schreiben sollte. Heute beherbergt die ehemalige Textilfabrik Cromford ein Textilmuseum.

Im 19. Jahrhundert konnte sich aufgrund großer Formsandvorkommen eine Eisenindustrie entwickeln. Durch den Bau zweier Eisenbahnlinien siedelten sich viele kleine und mittlere Betriebe in Ratingen an. Heute bietet die Stadt mit Flughafen, Bahn und Autobahnen einen idealen Industriestandort, zu den größten Unternehmen zählen namhafte Firmen wie

Ratingen - historische Gebäude, spannende Museen & Naturschutzgebiete

Von den 15 Wachtürmen und vier Toren der einst mächtigen Stadtmauer Ratingens sind nur der Kornsturm, der Dicke Turm und der Trinsenturm erhalten. Auf dem zentral gelegenen Marktplatz wurde bereits im Mittelalter reger Handel betrieben und auch heute noch bieten die Händler dort an drei Wochentagen ihre Waren feil. Von historischer Bedeutung sind hier das Bürgerhaus, die Kirche St. Peter und Paul sowie das Minoritenkloster. Schloss Landsberg, Schloss Linnep und Burg Gräfgenstein befinden sich allesamt in Privatbesitz. Besucher können sich bei einem Spaziergang durch die öffentlich zugänglichen Parkanlagen von außen an den stilvollen Gebäuden der Stadt erfreuen.

Außergewöhnlich ist die malerisch gelegene Wasserburg „Haus zum Haus“. Ihr Ursprung reicht zurück bis in das 9. Jahrhundert, der Öffentlichkeit ist das märchenhafte Gebäude in Form eines Kulturzentrums und eines Restaurants zugänglich. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören ebenfalls das Rittergut Haus Anger, das Industriemuseum Cromford, die Auermühle sowie das älteste und schönste Fachwerkhaus in der Oberstraße 23.

Mit Angertal, Ratinger Waldsee und verschiedenen Bachtälern besitzt die Stadt gleich mehrere Naturschutzgebiete. Ein besonderer Ausflug führt ins Neandertal, das auf eine Reise in jahrtausendealte Menschheitsgeschichte einlädt.

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