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Razzia in NRW: Vereine aus Hisbollah-Umfeld verboten

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Von: Johanna Werning

Zwei bewaffnete Polizisten stehen vor einem Hauseingang. Vor den Polizisten befindet sich ein Absperrband.

Bundesweit laufen Razzien gegen Vereine aus dem Hisbollah-Umfeld – auch in NRW (Symbolbild) © Tim Oelbermann/Imago

Am Mittwochmorgen führte die Polizei mehrere Razzien durch – auch in NRW. Dabei wird ein Verbot von mehreren Vereinen aus dem Hisbollah-Umfeld umgesetzt.

Dorsten/Recklinghausen– Nach Verboten von Vereinen aus dem Hisbollah-Umfeld hat es am Mittwoch bundesweite Razzien gegeben – auch in Nordrhein-Westfalen. Es habe eine Durchsuchungsmaßnahme im Kreis Recklinghausen gegeben, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf. „Dabei handelt es sich um eine Privatanschrift.“ Es sei landesweit „keine größere Aktion“ gewesen.

Recklinghausen: Verbot von drei Vereinen aus dem Hisbollah-Umfeld – Spendengelder und Patenschaften

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte drei Vereine verboten, die in Deutschland Geld für eine Stiftung der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah im Libanon gesammelt haben sollen. Dabei handelt es sich einem Ministeriumssprecher zufolge um „Deutsche Libanesische Familie“, „Menschen für Menschen“ und „Gib Frieden“.

Die drei verbotenen Vereine sollen Spendengelder gesammelt und Patenschaften für „Märtyrer-Familien“ der Hisbollah vermittelt haben. Ziel sei es gewesen, den Kampf der Hisbollah gegen Israel zu fördern.

Razzia in NRW: Auch in Düsseldorf wurde Verbot von Vereinen vollstreckt

Nach dem schon Mitte April ausgesprochenen Verbot kam es neben NRW auch in Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz zu Razzien. Anfang Mai gab es ebenfalls Razzien in Düsseldorf. Vollstreckt wurde ein Verbot des Vereins Ansaar International mit Hauptsitz in Düsseldorf. Dem Verein sei es um salafistische Missionierung und Terror-Unterstützung gegangen, sagten die Sicherheitsbehörden. (dpa/lnw)

Update vom 19. Mai, 9:59 Uhr: Der Artikel wurde um eine Stellungnahme des Sprechers des NRW-Innenministeriums ergänzt.

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