1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Bahn fährt in Baustelle – Arbeiter auf den Schienen können sich in letzter Sekunde retten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katharina Birkenbeul

Der RB33 fuhr wieder zurück nach Viersen, nachdem er mit den Arbeitsgeräten im Gleis kollidiert war (Montage).
Der RB33 fuhr wieder zurück nach Viersen, nachdem er mit den Arbeitsgeräten im Gleis kollidiert war (IDZRW-Montage). © Bundespolizei (2)

Am Mittwochabend kollidierte ein Zug der Linie RB33 in Viersen mit einer Baustelle auf den Schienen. Drei Arbeiter hatten Glück. Die Strecke war nicht gesperrt.

Viersen – Es hätte noch schlimmer ausgehen können. Am Mittwochabend gegen 18:47 Uhr kollidierte eine Regionalbahn der Linie RB33 in Viersen mit einer Baustelle auf den Schienen. Drei Mitarbeiter einer Firma, die sich kurz zuvor auf den Schienen befanden, konnten zur Seite springen und sich retten. Sie erlitten dabei Schürfwunden.

Zugunfall in Viersen: Mitarbeiter springen rechtzeitig aus Gleisbett

Die Arbeitsgeräte und Werkzeuge, die sich auf den Gleisen befanden, sollten durch die Mitarbeiter eigentlich aus dem Streckenabschnitt abtransportiert werden. Den Ermittlungen zufolge sei versäumt worden, die Strecke für die Arbeiten zu sperren, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Donnerstag. Die Gleisarbeiter bemerkten den herannahenden Zug gerade noch und sprangen rechtzeitig aus dem Gleisbett.

RB33-Unfall bei Viersen: 15 Züge haben insgesamt 446 Minuten Verspätung

Die etwa 120 Fahrgäste der RB33 blieben unverletzt und wurden durch die Feuerwehr Viersen betreut. Der Zug wurde an der Frontschürze leicht beschädigt. Nachdem der Gleisbereich von den Trümmerteilen freigeräumt wurde, fuhr die Bahn mit den Reisenden zurück nach Viersen.

Durch den Unfall kam es bei 15 Zügen zu 446 Minuten Verspätung, zu 14 Umleitungen und zu acht Zugausfällen. Die Hintergründe des Unfalls sollen jetzt ermittelt werden. (kab mit dpa)

Auch interessant