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Der Riesenseeadler ist gelandet: „Grobi“ ist zurück in Remscheid

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 Falknerin Carola Schossow betrachtet den Riesenseeadler Grobi
„Grobi“ wurde in Remscheid von Falknerin Carola Schossow vermisst. Jetzt kam er von seinem Ausflug zurück. © Henning Kaiser/dpa

Riesenseeadler „Grobi“ hat eine über 1000 Kilometer lange Reise nach Ungarn unternommen. Am Sonntag kehrte er auf Rädern in seine Remscheider Heimat zurück.

Update vom 16. Mai, 17:30 Uhr: Die Odyssee des „Grobi“ ist beendet: Der ausgebüxte Riesenseeadler ist zurück in Remscheid. Per Straßentransport kehrte er in die Falknerei Bergisch Land zurück, von wo er Mitte April entflogen war. Das Tier habe die etwa zwölfstündige Fahrt in einer Spezialkiste aus Ungarn gut überstanden, sagte Falknerin Carola Schossow in Remscheid am Sonntag. „Jetzt ist er in der großen Voliere und ist erst mal ganz entspannt.“ Grobis Stammplatz war damit gut einen Monat verwaist. (sk/dpa)

Remscheid: Riesenseeadler sicher im Zoo von Budapest – „Grobi“ geht es gut

Update vom 2. Mai, 16:50 Uhr: Die Suche hat ein Ende: Der Riesenseeadler „Grobi“ aus Remscheid ist seit Sonntagmorgen im Zoo von Budapest. Das mächtige Tier sei im Nationalpark Örség „eingeholt“ und in den Zoo gebracht worden, sagte Falknerin Carola Schossow am Sonntag auf dpa-Anfrage. Sie zeigte sich sehr erleichtert, dass der große Vogel gesichert werden konnte – und es ihm gut geht.

„Grobi“ war am 12. April aus der Falknerei Bergisch Land in Remscheid entflogen und am Samstag in dem rund 1.000 Kilometer entfernten ungarischen Nationalpark nahe der österreichischen Grenze gesichtet worden. Ranger hatten von dort die Falknerei Bergisch Land informiert. Zunächst habe der ausgehungerte Riesenseeadler ein Huhn zu fressen bekommen, sagte die Falknerin. Später war es gelungen, den Vogel erneut anzulocken und ihn an seinen Lederriemen zu sichern.

Ein Tierarzt im Zoo von Budapest habe den Adler untersucht und gesagt, dass er zwar sehr dünn, aber unversehrt sei. Carola Schossow und ihr Team wollen nun sobald wie möglich nach Ungarn reisen, um Grobi nach Hause zu holen. (jaw/dpa)

Remscheid: Riesenseeadler „Grobi“ vermisst – Hinweis führt jetzt nach Österreich

Update vom 29. April, 15:08 Uhr: Bestätigt sich dieser Hinweis hat „Grobi“ eine ganz schön lange Reise hinter sich. Wie der Remscheider General-Anzeiger jetzt berichtet, könnte sich der Riesenseeadler in Österreich nahe der ungarischen Grenze aufhalten. Die 1000 Kilometer seien ein Klacks, sagte Besitzerin Carola Schossow. Auch die Thermik sei gut gewesen. Dem Bericht zufolge versuche nun der örtliche Falkner, den vermeintlichen „Grobi“ einzufangen. Sollte es sich tatsächlich um den Remscheider Ausreißer handeln, mache sich Schossow sofort auf den Weg. (sk)

Remscheid: Riesenseeadler „Grobi“ weiter vermisst – auf Twitter hat er bereits Fans

Update vom 22. April, 10:15 Uhr: Seit mehr als einer Woche ist Riesenseeadler „Grobi“ von der Falknerei Bergisch Land verschwunden. Und es fehlt weiterhin jede Spur von dem Riesenvogel. Zwar hat der Such-Aufruf der Faceboookseite der Falknerei viele Hinweise gebracht, keiner hat aber bisher zu „Grobi“ geführt.

„Leider haben wir Grobi noch nicht zurück. Allen Sichtungen, denen wir nachgegangen/-gefahren sind, waren ergebnislos. Bitte schickt ein Foto, wenn es möglich ist und bitte passt weiter mit auf. Wir werden hier sofort mitteilen, wenn er zurück ist. Vermutlich hält er sich irgendwo am Wasser auf, da er Fisch frisst“, informiert die Falknerei am Mittwoch auf Facebook.

„Grobi“ ist dafür bekannt, immer wieder mal auszubüxen. So lange ist er laut Falknerin Carola Schossow aber bisher nur einmal weggewesen.

Während die Falknerei sich weiter fragt, wo „Grobi“ abgeblieben ist, hatten Fans aus Wuppertal eine ganz andere Idee. Und haben für den Riesenseeadler spontan einen Twitter-Account eingerichtet – und in kürzester Zeit knapp 1500 Follower gesammelt.

Laut Remscheider Generalanzeiger steckt eine Gruppe rund um den Wuppertaler Autor und Künstler Lukas Diestel dahinter. Sonntagabend habe er den Account spontan ins Leben gerufen, berichtet Diestel gegenüber der Zeitung. Dass „ Grobi“ hier mit E als „Grobie“ geschrieben wird: verschmerzbar. Zu lesen gibt es auf dem Account lustige Sprüche wie „Ich bin gar kein riesenseeadler ich bin 300 Spatzen im Adlerkostüm „grobi“ gab es nie wirklich“.

Riesenseeadler „Grobi“ aus Remscheid verschwunden: „So lange war er erst einmal weg“

Erstmeldung vom 19. April, 12:04 Uhr: Remscheid – Riesenseeadler „Grobi“ aus Remscheid wird vermisst. Der sechs Jahre alte riesige Vogel, der eine stattliche Spannweite von 2,50 Metern hat, ist seit einer Woche verschwunden. Besitzerin Carola Schossow von der Falknerei Bergisch Land macht sich große Sorgen: „So lange war er erst einmal weg – vor einem Jahr“, sagte sie am Montag auf Anfrage. „Da haben wir ihn nach neun Tagen gefunden und er war ziemlich dünn, weil er nichts gefressen hatte“, sagte Schossow, die nun einen Suchaufruf via Facebook gestartet hat.

In Viersen sorgte im Februar nicht das Verschwinden, sondern das plötzliche Auftauchen eines Raubvogels für Aufregung. Im Casinogarten in Viersen flog ein Bussard auf Passanten, vermutlich, weil er etwas Essbares suchte. Plötzlich verschwunden hingegen war auch ein Terrier in Erkrath bei Düsseldorf: Hündin Holly verschwand Ende März in einem Fuchsbau. Eine Suche nach dem Hund durch die Feuerwehr blieb erfolglos.

Seeadler „Grobi“ von Falknerei in Remscheid vermisst: Lederriemen an Beinen sind Erkennungszeichen

Außerdem hat der Vogel trotz seiner enormen Größe Feinde: „Der wird im Moment überall angegangen. Von Krähen oder Bussarden – er ist nämlich der größte Schisser“, sagt Schossow. Von freilebenden Seeadlern ist er neben seiner Größe gut durch Lederriemen an seinen Beinen zu unterscheiden. Einen Ring trägt er nicht. „Er hat einen Chip“, verrät Schossow.

„Grobi“ hat einen gewaltigen gelben Schnabel und ist der einzige Seeadler weit und breit. Den Namen „Grobi“ hat ihm übrigens ein Azubi der Falknerei verpasst. Als Jungvogel habe er mit seinen Federbüscheln auf dem Kopf „Grobi“ aus der Sesamstraße geähnelt.

Riesenseeadler leben eigentlich an der russischen Pazifikküste und in Japan. Hinweise nimmt die Falknerei Bergisch Land entgegen. Die Bild-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Seeadler „Grobi“ aus Remscheid ist weg: Facebook-Nutzerin will ihn bei Wipperfürth gesehen haben

Mittlerweile gibt es nach dem Facebook-Aufruf erste Hinweise, wo Seeadler „Grobi“ sich aufhalten könnte. „Ich würde in Richtung Wipperfürth suchen. Es gab da heute mehrere Sichtungen. Meinen beiden Söhnen ist er Richtung Frielingsdorf zwei Mal vors Auto geflogen. Das war am frühen Abend. Nachdem er auch in Hämmern gesehen wurde, solltet ihr da suchen“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Wipperfürth ist rund 20 Kilometer, Frielingsdorf rund 30 Kilometer von Remscheid entfernt. Beide Orte liegen südöstlich von Remscheid.

Es gibt aber auch Facebook-Nutzer, die genau in der entgegengesetzten Richtung, genauer in Velbert und Essen einen „sehr großen Raubvogel“ gesehen haben wollen. Wie Falknerin Carola Schossow auf 24Rhein-Nachfrage informiert, kämen Hinweise zu möglichen Sichtungen von „Grobi“ aus ganz Deutschland, etwa auch aus Schleswig-Holstein. Allerdings sei bisher keine der Meldungen wirklich hilfreich gewesen.

So benötige Carola Schossow ein Foto, um sicher sein zu können, dass es sich tatsächlich um „Grobi“ handelt, bevor sie sich auf den Weg macht. Aktuell halte Sie in der Umgebung weiter nach dem Riesenseeadler Ausschau. (dpa/lys)

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