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Gäste müssen Eintritt zahlen in Restaurant – „sind leider dazu gezwungen“

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Eine Kellnerin bringt in einem Restaurant Essen und eine Kellnerin rechnet ab (ZRW-Montage).
Gäste in einem Restaurant in Ratingen müssen jetzt quasi drei Euro Eintritt bezahlen (Symbolbilder/ZRW-Montage). © Westend61/Imago & Geisser/Imago

In „Cedric‘s Restaurant“ in Ratingen müssen Gäste jetzt 3 Euro Eintritt bezahlen. Das Restaurant bittet Gäste wegen gestiegener Kosten separat zur Kasse.

Ratingen – Eintritt in der Disco oder im Club zu bezahlen, ist nichts Ungewöhnliches. Im Restaurant separat zur Kasse gebeten zu werden, dafür umso mehr. Dort zahlt man doch eigentlich nur für Essen und Getränke. In Ratingen sieht das ein Restaurant jetzt offenbar anders. Weil die Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal deutlich gestiegen sind, berechnet ein Restaurantbesitzer aus Ratingen (Kreis Mettmann) seinen Gästen nun drei Euro extra – und zwar gewissermaßen als Eintrittsgeld. Zu diesem „Kostenbeitrag“ sehe man sich leider gezwungen, heißt es auf der Webseite von „Cedric‘s Restaurant“.

Cedric‘s Restaurant in Ratingen nimmt jetzt drei Euro als Eintritt – ein Einzelfall?

Der Schritt ist ungewöhnlich. Zwar ächzt die ganze Gastrobranche unter gestiegenen Kosten. Das liegt auch an einem seit Mai gültigen Tarifvertrag, der einen kräftigen Lohnaufschlag vorsieht. Üblicherweise geben die Gastronomen die Kosten aber über eine teurere Speisekarte an die Kundschaft weiter – das fällt weniger auf als ein expliziter „Kostenbeitrag“, wie ihn das Cedric‘s nun verlangt.

Liebe Gäste, aufgrund der extrem gestiegenen Kosten im Bereich Einkauf, Personal und Energie sind wir leider dazu gezwungen pro Gast einen Kostenbeitrag von 3,00 € zu erheben

Cedric‘s Restaurant in Ratingen

Ein Sprecher des Branchenverbandes Dehoga NRW sagte am Samstag, dass es sich vermutlich um einen Einzelfall handele: „Wir gehen davon aus, dass man auch künftig keinen ‚Eintritt‘ für einen Restaurantbesuch bezahlen muss.“

Eintritt für Cedric‘s Restaurant in Ratingen – aber auch andere werden teurer

Dennoch werden die Gäste auch in anderen Cafés, Kneipen und Restaurants künftig wohl stärker in die Tasche greifen müssen. Denn der Verband rechnet damit, „dass aufgrund der signifikanten Preissteigerungen fast alle Gastronomen ihre Gerichte neu kalkulieren müssen und folgend Preisanpassungen vornehmen müssen“. Das sei für die Branche „eine knifflige Situation, weil man die Gäste einerseits nicht überfordern möchte, andererseits die Kostenexplosionen bei Waren wie Energie und Personal nach mehr als zwei Jahren Pandemie und ihren Auswirkungen vielfach nicht alleine getragen werden können“, sagte der Verbandssprecher.

Unlängst hatte eine Dehoga-Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands ergeben, dass rund neun von zehn Unternehmern steigende Preise für Energie und Lebensmittel als enorme Herausforderung betrachten. Sieben von zehn sind auch wegen der höheren Personalkosten besorgt. Der Fachkräftemangel sorgt ebenfalls für schlechte Laune unter den Gastronomen. (bs/dpa/lnw) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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