1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Staupe nachgewiesen – wann das Virus für Hunde gefährlich werden kann

Erstellt:

Von: Nina Büchs

Ein Tierarzt hält vor einer Hündin eine Spritze mit einer Impfung gegen Tollwut in den Händen.
Das Staupevirus kann bei ungeimpften Tieren zum Tod führen. (Symbolbild) © Nicolas Armer/dpa

Im Rhein-Sieg-Kreis wurde bei Füchsen das „Hundestaupevirus“ nachgewiesen. Gefährlich ist Staupe auch für Hunde. Ein Überblick, was man dazu wissen muss.

Bad Honnef – Bei einem Fuchs in Neunkirchen-Seelscheid und einem Fuchs in Bad Honnef wurde das sogenannte „Hundestaupevirus“ nachgewiesen. Wie der Rhein-Sieg-Kreis berichtet, erkranken neben Füchsen auch Wildtiere wie Dachse, Baum- und Steinmarder, Wiesel, Wölfe, Fischotter oder Waschbären an dem Virus – sogar Hunde könne es treffen. Ein Überblick, was man zum Hundestaupevirus wissen muss.

Hundestaupevirus – diese Symptome treten bei Wildtieren und Hunden auf

Infizieren können sich zudem auch Hauskatzen, sie zeigen jedoch keine Symptome. Bei anderen Tieren treten jedoch Krankheitserscheinungen auf. „Häufig haben die betroffenen Tiere hohes Fieber und zeigen Symptome einer Atemwegs- und/oder Magen-Darm-Erkrankung unterschiedlicher Ausprägung“, sagt Silvia Berger vom Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises. „In einigen Fällen kann es auch zu einem Befall des Nervensystems kommen, wodurch Verhaltensänderungen oder gar Nervenlähmungen hervorgerufen werden können“, so die Expertin für Tiergesundheit weiter.

Staupevirus: Für Menschen ungefährlich – für Hunde kann es tödlich sein

Obwohl es viele Tiere treffen kann, gab die Stadt auch Entwarnung: „Für Menschen ist das Hundestaupevirus ungefährlich“, heißt es. Übertragen wird der Staupevirus übrigens durch Speichel, Nasen-, Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere. So könne es passieren, dass sich nicht geimpfte Hunde durch andere Hunde oder auch durch Wildtiere beim Gassigehen in der näheren Umgebung oder bei einem Waldspaziergang anstecken können.

„Da es sich bei der Staupe um eine hoch ansteckende Viruserkrankung handelt, die bei ungenügendem Impfschutz oder mangelhaftem Immunisierungsgrad auch heute noch zum Tod des Tieres führen kann, sollten Hundebesitzerinnen und –besitzer darauf achten, dass ihre Tiere ausreichend und regelmäßig gegen Staupe geimpft werden“, so Silvia Berger.

Rhein-Sieg-Kreis: Staupe – Symptome, Übertragungsweg, weitere Infos

Obwohl das Staupevirus über viele Jahre durch flächendeckende und regelmäßige Impfungen von Haustieren in Deutschland nahezu ausgelöscht wurde, kommt es zu vereinzelten Virusnachweisen bei Wildtieren. Gelegentlich erkranken auch Hunde aus Osteuropa, die ohne Impfschutz nach Deutschland importiert wurden. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant