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Milchtransporter kommt nahe Rösrath von der Straße ab – Fahrer hat eine mögliche Erklärung

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Von: Stefanie Knupp

Ein Lkw liegt gekippt in einem Straßengraben
Der Milchlaster wurde von der Feuerwehr gesichert und später von einer Spezialfirma aus dem Graben gezogen. © Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis

Zwischen Lohmar und Rösrath kam ein Lkw-Fahrer mit einem Milchtransporter von der Straße ab. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug vor dem Abrutschen.

Rösrath – In große Gefahr geriet ein Lkw-Fahrer in der Nacht zu Dienstag (26. Januar). Er kam mit seinem Fahrzeug von der Straße ab und landete im Straßengraben. Verletzt wurde der Mann nicht.

Gegen 0:35 Uhr war der 51-Jährige aus Frechen mit einem Milchtransporter auf der Sülztalstraße aus Lohmar in Richtung Rösrath unterwegs, als er plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abkam. Wie die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis berichtete, rammte der Lkw dabei zwei Verkehrsschilder und einen Leitpfosten. Der Fahrer hatte Glück und blieb unverletzt. Ganz anders ist ein Verkehrsunfall mit einem Lkw auf einer Raststätte bei Krefeld ausgegangen. Ein junger Mann war dort unter einen geparkten Lkw geraten.

Unfall nahe Rösrath: Transporter hatte 25.000 Liter Milch geladen

Der Milchtransporter musste von der Feuerwehr gesichert werden, da er drohte eine Böschung herunterzurutschen. Nach Angaben der Feuerwehr war der Transporter mit 25.000 Litern Milch beladen. Nach der Sicherung des Fahrzeugs konnte der Unternehmer einen Großteil der Milch umpumpen.

Um den Milchtransporter aus dem Graben zu ziehen, wurde eine Spezialfirma angefordert. Die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis sperrte mit Hilfe von Kollegen aus dem Rhein-Sieg-Kreis die L288.

Rösrath: Keine Hinweise auf Alkohol oder Drogen – Fahrer gibt anderen Grund an

Die Polizei stellte bei dem Lkw-Fahrer keinen Einfluss von Alkohol oder Drogen fest, konnten dies als Grund für den Unfall ausschließen. Der Fahrer habe jedoch gegenüber der Polizei eingeräumt, dass er vermutlich in einen Sekundenschlaf gefallen sei. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft durfte der Mann seinen Führerschein behalten. Trotzdem muss er sich nun wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten. So nüchtern wie der Lkw-Fahrer begegnete der Polizei Rösrath vor Kurzem ein aufgebrachter 54-Jähriger nicht. Der Mann bedrohte die Beamten mit einer Machete.

Sekundenschlaf: Vorsicht bei diesen typischen Warnsignalen am Steuer

Den Sachschaden am Lkw schätzt die Polizei auf etwa 3000 Euro. Die anderen verursachten Schäden belaufen sich auf etwa 400 Euro. Der Kraftfahrer hat in diesem Fall großes Glück gehabt. Auf mögliche fatale Folgen von Sekundenschlaf weist beispielsweise der ADAC auf seiner Internetseite grundsätzlich hin.

Dort wird vorgerechnet: Wer mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist und eine Sekunde einschläft, legt in dieser Zeit 27,8 Meter zurück. Bei zehn Sekunden sind schon 277,8 Meter. Viele Autofahrer werden das Problem von Müdigkeit am Steuer kennen – von langen Reisen, Dienstfahrten oder nach einem späten Feierabend. Deshalb sollte man dringend auf die Anzeichen von Müdigkeit achten. Der ADAC zählt einige typische Warnsignale auf, darunter: Probleme beim Spur halten, starrer Blick auf die Straße, brennende Augen, Frösteln oder Konzentrationsstörungen. (sk/ots)

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