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98-Jährige macht Spendenlauf für arme Kinder – mit Rollator

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Marietheres Wübken (98) von vorne und in Action am Rollator (Montage).
Die 98-Jährige Marietheres Wübken, hier ein Bild aus 2021, hat für arme Kinder in Kenia 73 Kilometer zurückgelegt (IDZRW-Montage). © .Fabian Strauch/dpa (2)

Die 98-jährige Marietheres Wübken hat mit ihrem Rollator 73 Kilometer für arme Kinder in Kenia zurückgelegt. Dabei kamen rund 16.000 Euro zusammen.

Münster – Einen Spendenlauf der besonderen Art hat jüngst die 98-jährige Münsterländerin Marietheres Wübken zurückgelegt. Mit ihrem Rollator war sie einen Monat lang für arme Kinder in Kenia unterwegs und hat dabei rund 73 Kilometer zurückgelegt. Unter Beifall zahlreicher Unterstützer erreichte sie am Freitag (24. Juni) in Nottuln (Kreis Coesfeld, NRW) ihr Ziel. Insgesamt erlief die Seniorin stolze 16.000 Euro. Wozu ihr auch Hollywood-Schauspieler Ralf Möller gratulierte.

98-jährige Marietheres Wübken läuft 73 Kilometer mit dem Rollator – für Kinder in Afrika

Ihr Start sei sehr turbulent gewesen, schilderte Inge Schürmann vom Wohltätigkeitsverein Mary‘s Meals, der Schulspeisungen in besonders armen Ländern finanziert. In den ersten zehn Tagen sei sie locker die ersten 33 Kilometer gelaufen, dann wurde die Seniorin wegen einer Corona-Infektion zu einer zehntägigen Pause gezwungen. Nach einem milden Krankheitsverlauf schaffte Wübken dann mit Feuereifer noch einige Kilometer.

Rollator-Challenge für Kinder in Kenia: 98-Jährige erfolgreich zurück im Münsterland angekommen

Begleitet habe sie der zwölfjährige Schüler Julian, der auch die letzten fehlenden 27 Kilometer auffüllte, um die 100-Kilometer-Marke zu knacken. Die 73 Kilometer ist Wübken daheim in Nottuln bei Münster gelaufen. Der niederländische TV-Moderator Harry Wijnvoord lobte am Finaltag auf der Bühne des Nottulner Kirchplatz Ausdauer und Fitness der Münsterländerin, die sich mit ihrer Rollator-Challenge in diesem Jahr für Kinder in der Region Turkana in Kenia engagiert.

Dort bahne sich in einer durch den Klimawandel bedingten dreijährigen Dürreperiode derzeit eine wahre Katastrophe an, sagte Schürmann. Schon mit neun Cent könne man Schüler im Weltdurchschnitt mit einer Mahlzeit versorgen. Und 18,30 Euro reichten aus, um ein Schulkind ein Jahr lang mit warmen Essen zu versorgen. Daher zähle jede noch so kleine Summe. Auch viele Grundschüler hätten etwas Taschengeld gespendet. Zudem machten größere Sponsoren mit.

Marietheres Wübken lief 2021 100 Kilometer mit dem Rollator – „Freue mich, Gutes zu tun“

Wübken war schon 2021 mit ihrem Rollator 100 Kilometer gelaufen. „Ich freue mich, dass ich am Ende meines Lebens noch ein bisschen was dazu beitragen kann, Gutes zu tun“, hatte sie damals zu ihren täglichen Runden betont. (dpa/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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